"Alles gurgelt"
Wiener Labor Lifebrain will im April doch niemanden kündigen

Anders als Mitte März angekündigt will Lifebrain doch keine 1.200 Mitarbeitenden im April kündigen. | Foto: Lifebrain/Christian Husar
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  • Anders als Mitte März angekündigt will Lifebrain doch keine 1.200 Mitarbeitenden im April kündigen.
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Lange war unklar, wie es mit den kostenlosen Corona-PCR-Tests weitergeht. Daher hatte das Wiener Großlabor Lifebrain 1.200 Mitarbeitende beim AMS Wien zur Kündigung angemeldet. Nun gab die Geschäftsführung bekannt, dass es im April doch keine Kündigungen geben werde. 

WIEN. Noch am 14. März hatte das Großlabor Lifebrain bekannt gegeben, dass man 1.200 Menschen im Sinne einer Vorsichtsmaßnahme zur Kündigung anmelden würde. Es war unklar, ob und wie es mit den kostenlosen Corona-PCR-Tests in Wien weitergehen würde. Lifebrain ist nämlich für die Aktion "Alles gurgelt" verantwortlich, die die Corona-Tests in Wien abwickelt. 

Doch keine Kündigungen

Laut Medienberichten wird man diese Kündigungen nun doch nicht vollziehen. Gegenüber dem ORF Wien erklärte Lifebrain-Geschäftsführer Michael Havel außerdem, dass man alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors über den Sommer hinweg halten wolle. Dazu müsste das Unternehmen zwar Geld vorstrecken. Allerdings rechnet Lifebrain anscheinend damit, dass man im Herbst wieder verstärkt testen würde – und deshalb will das Labor dann auch genug Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung haben. 

Lifebrain-Geschäftsführer Michael Havel möchte mit der bisherigen Belegschaft über den Sommer kommen.  | Foto: Lifebrain/Christian Husar
  • Lifebrain-Geschäftsführer Michael Havel möchte mit der bisherigen Belegschaft über den Sommer kommen.
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Ab April wird in Wien nichtsdestotrotz deutlich weniger getestet werden als zuvor. Es gibt dann nur mehr fünf kostenlose PCR-Tests pro Person im Monat, hinzu kommen fünf gratis Antigen-Tests.

So geht's mit "Alles gurgelt" weiter

Das Programm "Alles gurgelt" soll in Wien aber weiterhin aktiv bleiben. Auf der Test-Website sollen künftig allerdings Buttons eingeführt werden, falls Personen Ausnahmen von der Fünf-Gratis-Test-Regel bekommen. Das gilt zum Beispiel für Menschen, die in Spitälern oder Pflegeheimen arbeiten oder dort Angehörige besuchen wollen. Diese dürfen auch künftig mehr als fünf Tests pro Monat kostenlos machen.

Die "Alles gurgelt"-Tests von Lead Horizon werden in Wien vom Lifebrain Labor ausgewertet. | Foto: Barbara Schuster/Regionalmedien Wien
  • Die "Alles gurgelt"-Tests von Lead Horizon werden in Wien vom Lifebrain Labor ausgewertet.
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Auch Kontaktpersonen und Menschen mit Corona-Symptomen können sich ohne Beschränkung testen lassen. Wie dies auf der Website allerdings im Endeffekt aussieht, ist noch unklar. 

Kein Datenabgleich geplant

Allerdings gibt es auch Möglichkeiten, um die neuen Testbeschränkung in Österreich zu umgehen. So findet zwischen verschiedenen Bundesländern kein Datenabgleich statt. Theoretisch können also zum Beispiel Wienerinnen und Wiener nach Niederösterreich fahren und dort PCR-Tests durchführen, sobald sie ihr Test-Kontingent in Wien ausgeschöpft haben. 

Wie es mit gratis PCR-Tests in Apotheken weitergeht, ist noch unklar. Dazu müssten die Wiener Apotheken ins "Alles gurgelt"-Programm eingebunden werden, damit die Daten abgeglichen werden können und wirklich nur fünf PCR-Tests pro Person möglich sind. Hier laufen aktuell Gespräche der Stadt Wien mit der Apothekerkammer. 

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Lifebrain-Geschäftsführer Michael Havel möchte mit der bisherigen Belegschaft über den Sommer kommen.  | Foto: Lifebrain/Christian Husar
Die "Alles gurgelt"-Tests von Lead Horizon werden in Wien vom Lifebrain Labor ausgewertet. | Foto: Barbara Schuster/Regionalmedien Wien
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