Training
Absprung aus luftigen Höhen - Cobra trainiert im AKW Zwentendorf

Cobra trainiert Einsatz im AKW Zwentendorf
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  • hochgeladen von Doris Simhofer

ZWENTENDORF/WIENER NEUSTADT. „Normalerweise öffnen wir unsere Pforten freiwillig, sodass kein gewaltsames Eindringen erforderlich ist“ , lächelt EVN Sprecher Stefan Zach anlässlich einer actionreichen Übung der Anti-Terror-Einheit Cobra. „Denn immerhin besichtigen rund 15.000 Besucher jedes Jahr das AKW Zwentendorf“.

Diesmal spielten die Spezialisten jedoch bis in die Nacht zwei Szenarien durch: Ein Fallschirmabsprung aus ca. 1.200 Metern Höhe mit anschließender Landung auf dem Kraftwerksdach sowie eine Suchaktion nach einem Täter mit Geiseln im Inneren des Gebäudes.

Wie im Ernstfall

„Wir üben hier, wie es wäre, das Gebäude im Ernstfall zu übernehmen“, erzählt Oberst Rainer Wintersteiger. „Wir haben schon an vielen Orten trainiert: bei Schulen, Krankenhäusern und stillgelegten Betrieben. Das AKW ist für uns ein weiteres Highlight. Vor allem für die Fallschirmspringer ist das Landen auf dem Kraftwerksdach eine besondere Herausforderung.“

Dabei gehören Fallschirmsprünge für diese Männer zum „täglichen Brot“. Jedes Monat gilt es vier Tage mit Fallschirmsprungübungen zu absolvieren. Denn für diese Spezialausbildung sind ca. 500 Sprünge notwendig. „Trotzdem ist jeder Sprung aufs Neue wieder ein spannender Nervenkitzel“, so Wintersteiger.

Zach freut sich jedenfalls, regelmäßig österreichische Einsatzeinheiten an EVN Kraftwerksstandorten zu Gast zu haben: „Egal ob sich die Sondereinheit WEGA von einem EVN-Windrad in Japons oder das österreichische Bundesheer von unserer Staumauer in Ottenstein abseilt: Wir versuchen unsere Anlagen zur Verfügung zu stellen“.

Das AKW Zwentendorf

Seit dem Kauf des Kraftwerksstandorts Zwentendorf durch die EVN im Jahr 2005, ist viel passiert. Neben einem Schulungsreaktor wurde auch eine moderne Photovoltaikanlage errichtet. Dabei hatten EVN Kunden auch die Möglichkeit im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodells Anteile am Ausbau des Photovoltaik-Kraftwerks Zwentendorf zu erwerben.

Außerdem wird das AKW Zwentendorf gerne als Filmkulisse und als Location für diverse Festivals genutzt. Neben dem Nuke-Festival, das vor vielen Jahren am Kraftwerksstandort stattfand, wird auch das Shutdown Festival auf dem Gelände abgehalten.

Das AKW Zwentendorf ist auch für Führungen heiß begehrt. Deshalb bietet die EVN interessierten Personen an Freitagnachmittagen auch kostenlose Zeitreisen in die Welt der späten 70er Jahre an. Jährlich besichtigen bis zu 15.000 Besucher dieses Stück österreichische Zeitgeschichte. Führungen nur mit Voranmeldung.

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