07.06.2017, 14:03 Uhr

Ein Sport für die Mutigen

Einen Trick nach dem anderen präsentieren Lavanttaler Skater beim Besuch im Skaterpark Wolfsberg.

Von Daniela Maritschnig

RITZING. Skateboarden ist für die meisten eine gängige Freizeitbeschäftigung – nicht so aber für die Clique rund um Sebastian Gratzer aus Reichenfels. Die WOCHE hörte sich in der Skaterszene im Lavanttal um.

Die Wurzeln vom Skaten

Die Sportart Skaten reicht bis in die 1950er-Jahre zurück, wo das Gefühl des Wellenreitens auf die Straßen übertragen wurde. Erste Konstruktionen aus verkürzten Surfbrettern mit Metallrollen etablierten sich in Kalifornien, wo Skater anfangs dementsprechend auch als Asphaltsurfer bezeichnet wurden. Doch wie wird das Skaten heute im Lavanttal betrieben?

Die Szene im Lavanttal

Einer der beliebtesten Skaterparks im Lavanttal ist der Park neben dem Jugendzentrum (JUZ) in Wolfsberg, der von vielen Skatern auch gerne "Houf" genannt wird. Sebastian Gratzer trifft sich dort regelmäßig mit seinen Freunden und übt eifrig an neuen Tricks. "Skaten ist für mich der perfekte Ausgleich zum Berufsleben", schildert der 23-jährige gelernte Schlosser, der Skaten als einen Lebensstil betrachtet.

Ausrüstung und Gefahren

"Schuhe sind bei uns Skatern besonders wichtig, mindestens einmal im Monat muss ich mir neue kaufen," so Gratzer. Zu einem Skateroutfit gehört nebenbei auch noch eine etwas längere Hose sowie ein weiteres T-Shirt. Doch das Wichtigste ist das Skateboard und die Kunst, perfekte Sprünge in Kombination mit Drehungen ausführen zu können. "Nicht zu unterschätzen ist aber die Verletzungsgefahr, angefangen von leichten Aufschürfungen bis schweren Brüchen," gesteht der 19-jährige Hobbyskater Andreas Dohr aus St. Andrä.

ZUR SACHE:
Das Skateboard ist ein Brett mit zwei Achsen und vier Rollen, auf dem man sich durch Abstoßen und diverse Tricks fortbewegen kann.
Ursprung der Sportart: In den 1950er-Jahren in Kalifornien
Die Schutzausrüstung: Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschoner, Hüft- und Steißbeinschützer sowie ein Helm
Disziplinen: Streetstyle, Miniramp und Vert
Boardtypen: Freestyle, Longboard, Slalom und Downhill
Hohe Verletzungsgefahr: Schürfwunden bis zu Knochenbrüchen
Regeln: Skateboards sind keine Fahrzeuge im Sinne der Straßenverkehrs-Ordnung, sondern sie zählen zu den besonderen Fortbewegungsmitteln.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.