1,4 Millionen Euro eingebracht
Arbeiterkammer Zwettl berät unermüdlich

Michael Fiala, Jürgen Binder, Christian Farthofer (v.l.).
  • Michael Fiala, Jürgen Binder, Christian Farthofer (v.l.).
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ZWETTL (bs). Die Arbeiterkammern (AK) sind im ganzen Land hoch angesehene Service- und Beratungsstellen – dies wird in unabhängig durchgeführten Umfragen immer wieder bestätigt. Dass es etwa alleine im Bezirk Zwettl im Vorjahr zu 3.516 Beratungen gekommen ist, zeigt wie unermüdlich die Angestellten tatsächlich tätig sind. Insgesamt wurden dabei über 1,4 Millionen Euro eingebracht – von Sozialleistungen bis hin zu Steuergeldern.

Landesweit wurden von der AK sogar rund 56 Millionen Euro eingebracht. Vizepräsident Michael Fiala sieht diese Summe in einem Pressegespräch in Zwettl zweigeteilt: "Einerseits freut es mich, dass so viel Geld erkämpft werden konnte, andererseits gibt es leider noch immer eine Grauzone, weil es Menschen gibt, die sich nicht bei uns melden." Gerade im Waldviertel würden laut Fiala noch viele persönliche Gespräche dazuführen, dass nicht gleich der Rechtsweg bestritten werden müsse. Doch dass Recht auch Recht bleiben müsse, darauf verweist der Geschäftsstellenleiter der AK Zwettl, Jürgen Binder. "In einem Fall, wo eine junge Praktikantin von einem Tag auf den anderen unschuldig vor die Tür gesetzt wurde und kein Einlenken des betroffenen Gastronomiebetriebes erkennbar war, musste der Rechtsweg bestritten werden", erzählt Binder aus der Praxis. Seitens der AK wird darauf verwiesen, dass es nicht immer große Summen sein müssten, damit man einschreite: "Wir gehen bei einer 250-Euro-Forderung genauso vor, wie bei einer, wo es um 20.000 Euro geht", erklärt ÖGB-Landessekretär und AK-Kammerrat Christian Farthofer.

Betriebsrat sichtbar machen

Für Farthofer wird es in naher Zukunft eine große Aufgabe sein, die Arbeit des Betriebsrates wieder mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen: "Ein Betriebsrat ist sowohl für den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer eine sehr wichtige und nützliche Einrichtung. Damit kann ein Sprachrohr installiert und ein Problem bereits im Keim erstickt werden." Viele Anliegen würden mit einem Betriebsrat nicht den Gang zur Arbeiterkammer oder gar vor Gericht antreten müssen, ist man sich einig. "Ein Betriebsrat löst die Probleme schon vor Ort. Und oft ist den Unternehmern gar nicht bewusst, dass sie Leistungen vorenthalten", so Farthofer.

Pflege-Beratung

Neben den bekannten Beratungsleistungen, wie etwa beim Pensionsanspruch, Arbeitgeberwechsel oder dem Steuerausgleich, bietet die AK auch Hilfestellungen bei Pflegegeld-Ansprüchen an. "In den meisten Fällen sind es zwar ältere Menschen, die hier die Begünstigten sind – wir wollen damit aber den Angehörigen helfen, um etwa die richtige Pflegegeld-Einstufung zu erreichen", so Binder über das noch eher neue Betätigungsfeld.

Autor:

Bernhard Schabauer aus Zwettl

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