Schwerer Betrug in Zwettl
Aus Liebe Geld an „amerikanischer Arzt“ überwiesen
- Besonders ältere und/oder einsame Menschen stehen im Visier der Betrüger.
- Foto: pixabay (symbol)
- hochgeladen von Christoph Fuchs
Eine Zwettlerin wurde Opfer eines Online-Betruges. Die Polizei warnt vor der Masche der falschen Ärzte im Jemen.
ZWETTL. Unbekannte Täter traten im Mail 2024 mit dem Opfer über Facebook in Kontakt, wobei sich eine Person als amerikanischer Arzt ausgab. Diese Kontaktaufnahme erfolgte auch unter Verwendung einer amerikanischen Telefonnummer. In den folgenden Wochen und Jahren verleitete der Täter das Opfer immer wieder zu diversen Überweisungen, Zusendung von Steam-Karten aller Art etc.
Via Whats-App wurden auch Fotos übermittelt und der Täter versicherte, in seinen Nachrichten mehrmals restlos verliebt zu sein. Um endlich aus dem Kriegsgebiet zu kommen, überredete er das Opfer immer wieder Geld für Flüge, Bestechungen, Notlagen seiner Kinder u.a.m. zu senden. Dem Opfer wurde durch Vorspiegelung von falschen Tatsachen ein erheblicher Betrag entlockt.
- Vorsicht ist geboten: Der erste Kontakt mit dem Opfer lief über Facebook.
- Foto: pixabay (symbol)
- hochgeladen von Christoph Fuchs
Falsche Ärzte im Jemen als Masche
Weil der Beruf des Arztes hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt, nutzen Betrüger diese Reputation aus, um ihre Betrügereien zu starten. Sie geben sich darum als UNO-Ärzte im Jemen oder anderen Ländern der Region aus. Manchmal erklären sie auch, sie seien Mitglied der Ärzte ohne Grenzen und im Auftrag der Vereinten Nationen im Kriseneinsatz.
Auf diese Weise bringen die angeblichen Ärzte immer wieder Menschen aus aller Welt um ihr Erspartes. Dieser Schwindel ist bekannt als „Romance Scamming“.
Scamming im Kontext vom Jemen ist eine besonders erfolgreiche Betrugsmasche, bei der die Täter versuchen, durch romantische Annäherung das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, um schließlich finanzielle Vorteile zu erlangen.
- Bei Online-Betrugsmaschen wird gerne die große Liebe vorgegaukelt.
- Foto: Symbolbild pixabay
- hochgeladen von Bernhard Schabauer
Die Betrüger geben sich als angebliche UN-Friedenssoldaten, humanitäre Helfer oder UN-Mitarbeiter aus und erzählen Geschichten über ihre Arbeit im Jemen, um eine emotionale Bindung herzustellen. Die Opfer, oft Menschen, die sich nach Zuneigung sehnen, sind für diese Taktiken besonders anfällig.
Die Betrüger nutzen einerseits ihre charmante Kommunikation und andererseits die Trauer und den Schmerz, den sie bei ihren Opfern auslösen, um sie emotional abhängig zu machen und dann um Geld zu bitten.
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