Die Schwaiger-Schwestern im Portrait
Das machen Doris und Stefanie heute

Doris Schwaiger-Robl und Stefanie Schwaiger am Höhepunkt ihrer Karriere | Foto: privat
  • Doris Schwaiger-Robl und Stefanie Schwaiger am Höhepunkt ihrer Karriere
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Ein bodenständiger Beruf, Familie und ein geregeltes Leben bestimmen nun den Alltag der beiden Profisportlerinnen.

ZWETTL/ST. VEIT. Die Karriere der beiden Beachvolleyball-Schwestern muss man nicht lange erklären. Neben zahlreichen Auszeichnungen war das Highlight für die beiden wohl der Europameistertitel, den sie sich 2013 in Klagenfurt holten. Im selben Jahr kürte Österreich das Duo zur „Sportlerin des Jahres“.
Als Schüler des Zwettler Gymnasiums sind sie so richtig auf den Geschmack des Volleyball-Spiels gekommen.

„Dafür sind wir unserem Lehrer Thomas Haller bis heute dankbar. Er hat alles organisiert und hat uns überall hingefahren“,

so Doris.

Wunsch nach normalem Leben

2014 hat Doris Schwaiger-Robl den aktiven Sport beendet:

„Ich hatte eine schwere Verletzung an der Hüfte und wusste von vornherein, dass ich ein Jahr ausfallen werde“,

so die 38-Jährige und,

„irgendwann im Leben muss es auch eine normale Zeit geben.“

Mit dem Bachelor in Trainingswissenschaft in der Tasche hat sie sich alsbald auf die Suche nach einer neuen Herausforderung begeben und 2019 in Traiskirchen die Ausbildung zur Polizistin absolviert. 2020 trat sie den Dienst in Klosterneuburg an. Nach der Karenzzeit möchte sie den Beruf in der Dienststelle Krems wieder aufnehmen.

Die wichtigste Rolle

Die schönste Aufgabe im Leben genießt Doris derzeit. Verheiratet mit Paul ist sie Mama des zweieinhalbjährigen Felix und des sieben Monate alten Franz.

„Glück ist so einfach: ein Ehemann, zwei Kinder, dass alle gesund sind und ein paar ehrliche Freunde haben“,

so Doris, die sich mit ihrer Familie ein Haus in Zwettl-Stadt geschaffen hat, wo sie am liebsten im Garten arbeitet. Wenn sie mehr Zeit hat, möchte sie wieder ins Fitnessstudio gehen. Das lässt Klein-Franz gerade nicht zu. Volleyball spielt sie nicht mehr:

„Es freut mich nicht, auf einem niedrigen Niveau zu spielen.“

Mann, zwei Katzen, sechs Hühner

Die 37-jährige Stefanie hat die Liebe nach Kärnten verschlagen. Im St. Veiter Bezirk nennt sie ein schmuckes Häuschen ihr Eigen. Im Frühjahr dieses Jahres heiratete sie ihren Christian. Stefanie ist eine große Tierliebhaberin, hält sie sich sechs Hühner als Eierlieferanten und zwei Katzen. Das Faible dafür hat sie wohl in ihrer Kindheit erlangt. Aufgewachsen sind die Schwestern am Hobbybauernhof ihrer Eltern in Großglobnitz.

„Ich bin angekommen, bin sesshaft und habe ein schönes Haus“,

ist auch Stefanie zufrieden. Drei Jahre nach ihrer Schwester hat auch sie die Volleyball-Karriere beendet. Körperliche Ertüchtigung übt Steffi noch immer aus.

„Wir sind alle sportlich erzogen worden. Das hat schon mit Kinderturnen angefangen“,

erzählt Stefanie. Vier Jahre studierte sie in der Schweiz. Heute arbeitet sie als Physiotherapeutin. Den Familiennamen wollte sie behalten. Immerhin ist er beruflich dienlich, als Leistungssportler weiß man schließlich gut über den Körper Bescheid.

Daheim angekommen

China, Brasilien, Japan, Südkorea, Australien, Kanada, Thailand und ganz viel mehr finden sich auf der Reiseliste der beiden Schwestern.

„Am schönsten ist es jedoch daheim“

findet Doris und verrät dabei, dass sie immer unter Flugangst litt. Glück bedeutet für Stefanie, keine Sorgen zu haben, gesund zu sein, sich das leisten zu können, was man braucht und Möglichkeiten hat, seinen eigenen Weg zu gehen.

„Mein Leben hat sich komplett verändert. Ich denke gerne zurück. Es war eine schöne, aber auch stressige Zeit“,

zieht Stefanie Resümee.

„Früher waren wir Geschäftspartner. Jetzt sind wir wieder mehr Schwestern, das ist schön. Wir verstehen uns nach wie vor gut“,

schließt Doris ab.

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