21.10.2016, 13:54 Uhr

1,6 Kilometer Straße ausgebaut

Hermann Gressl (Straßenmeisterei Zwettl), Gilbert Schulmeister (Leiter der Straßenmeisterei Zwettl), DI Gerald Bogg (Leiter der NÖ Straßenbauabteilung Waidhofen/T.), Herbert Prinz (Bgm. von Zwettl), Landtagspräsident. Ing. Hans Penz (in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll), DI Rainer Irschik (NÖ Straßenbaudirektor-Stv.), Ing. Walter Bröderbauer (NÖ Straßenbauabteilung Waidhofen/T.), Ernst Mold (Straßenmeisterei Zwettl). (Foto: Land NÖ/Gruppe Straße)

Abschnitt zwischen Rudmanns und Kleehof auf neuesten Stand der Verkehrssicherheit gebracht.

RUDMANNS. Landtagspräsident Hans Penz nahm am 21. Oktober 2016 in Vertretung von Landeshauptmann Erwin Pröll gemeinsam mit Straßenbaudirektor-Stv. Rainer Irschik und Bürgermeister Herbert Prinz die Fertigstellung der Ausbauarbeiten an der Landesstraße L 8245 vor.

2.100 Fahrzeuge pro Tag

Auf Grund der bestandenen Breite von sechs Metern und der gemischten Nutzung sowohl vom PKW- und LKW-Verkehr als auch vom untergeordneten Verkehr (Fußgänger, Radfahrer, landwirtschaftlicher Verkehr) bestand auf der Landesstraße L 8245 ein erhöhtes Gefahrenpotential, welches immer wieder zu Konfliktsituationen führte. Weiters entsprach die Fahrbahn der Landesstraße L 8245 auf Grund des Alters und der vorhandenen Schäden nicht mehr den heutigen Verkehrserfordernissen. Die L 8245 ist in diesem Bereich mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von rund 2.100 Fahrzeugen am Tag (bei einem LKW- Anteil von elf Prozent) frequentiert. Das Gebiet um Rudmannser- und Schönauer-Teich ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das zahlreiche Besucher anlockt. Dadurch besteht auch ein erhöhter Fußgänger und Fahrradverkehr im unmittelbaren Einzugsbereich.

Trennung von Durchzugsverkehr

Zielsetzung des Vorhabens war einerseits der Ausbau der Fahrbahn auf eine, den heutigen Verkehrserfordernissen entsprechende Straßenbreite sowie einem entsprechenden Konstruktionsaufbau und andererseits die Trennung des Durchzugsverkehrs vom landwirtschaftlichen Verkehr bzw. vom Fußgänger- und Radverkehr unter Einbeziehung der umwelt- und naturschutzrechtlichen Vorgaben. Durch die Bereitschaft der Grundanrainer, die für den Bau benötigten Grundstücksflächen zur Verfügung zu stellen, konnte der Ausbau realisiert werden.
Die Ausbauarbeiten wurden im Oktober 2015 mit Rodungsarbeiten, einer Umlegung der Telekomleitung und den Erdarbeiten begonnen.
Unter Beibehaltung der Linienführung wurde die Landesstraße L 8245 auf einer Länge von ca. 1,6 Kilometern mit einer Fahrbahnbreite von 6,5 Meter neu ausgebaut.
Die Baumaßnahme liegt in einem naturschutzrechtlich sensiblen Bereich (Natura 2000 Vogelschutzgebiet bzw. FFH Schutzgebiet und Naturdenkmal „Stifter Teiche“). So wurden bereits in der Planung, in Abstimmung mit dem Naturschutz, umfangreiche Maßnahmen festgelegt und diese im Zuge des Ausbaues unter ökologischer Baubegleitung umgesetzt. Es wurden aus Umwelt- und Naturschutzgründen rund 1.900 m Amphibienleiteinrichtungen aus Beton, 17 Amphibiendurchlässe mit einer Gesamtlänge von rund 170 Meter sowie 70 Meter Amphibienstopprinnen, die ein Queren der Amphibien von den einbindenden
Begleitwegen verhindern, errichtet. Eine Ersatzpflanzung von Laubgehölzen und ein Heckenzug werden im heurigen Jahr noch realisiert.
Für die notwendigen Schüttungen zur Dammverbreiterung und zur Errichtung des Begleitweges wurde geeignetes Abtragmaterial aus dem unmittelbar angrenzenden Bauvorhaben der „Umfahrung Zwettl“ verwendet. Auf der aus Umweltschutzgründen frei gewordenen Fläche zwischen der Landesstraße L 8245 und des angrenzenden Waldgebietes wurde nach Abstimmung mit der Stadtgemeinde Zwettl und den Grundbesitzern ein Begleitweg errichtet, welcher vom untergeordneten Verkehr wie Radfahrer, Traktoren, usw. genutzt werden kann.
Die Planung erfolgte durch den NÖ Straßendienst (NÖ Straßenbauabteilung 8, Waidhofen/Thaya und Straßenmeisterei Zwettl) in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Zwettl.
Die Arbeiten wurden von der Straßenmeisterei Zwettl in Zusammenarbeit mit Baufirmen der Region durchgeführt. Die Gesamtbaukosten von rund 1,6 Millionen Euro werden vom Land NÖ getragen.
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