20.06.2017, 10:00 Uhr

Wetter: Erste Jahreshälfte mit Rekorden

Ein Mohnfeld, das von der Trockenheit im Keim erstickt wurde.

Bis 12. Juni fielen im Bezirk Zwettl nur 160 Millimeter Regen – eine der trockensten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn.

BEZIRK ZWETTL (bs). ZAMG-Meteorologe Alexander Orlik bestätigt auf Bezirksblätter-Anfrage, was auch nachlässigen Wetterbeobachtern aufgefallen sein dürfte: Es ist zu trocken.

Kaum Niederschlag

Während es in weiten Landesteilen immer wieder zu kräftigen Regenschauern kam, blieb das Waldviertel insgesamt und der Bezirk Zwettl im besonderes davon unberührt. „Im Waldviertel fielen in der ersten Jahreshhälfte insgesamt rund zwischen 40 bis 60 Prozent zu wenig Niederschläge."
Das wirke sich naturgemäß auf die Landwirtschaft aus, denn in den Monaten Mai und Juni, wo der Regen für alle Kulturen besonders wichtig sei, fiel davon viel zu wenig. Im Mai in Horn etwa nur: 14 Millimeter, in Allentsteig 5, in Raabs 13.

160mm seit Jahresbeginn

Im Bezirk Zwettl fielen von Jahresbeginn bis 12. Juni nur 160 Millimeter, damit gehört das heurige Jahr für Zwettl bisher zu den Trockensten seit Aufzeichnungsbeginn. Im Juni waren hier bisher nur zehn Millimeter Regen gefallen.
Die Auswirkungen auf die traditionellen Ernten wie etwa Kartoffel oder Getreide bleiben noch abzuwarten. Die immer mehr werdenden Sonderkulturen sind jedenfalls bereits betroffen. So erstickte die Trockenheit einige Mohnfelder in Staub (Bild) und auch der von Waldland betriebene Schnittlauchanbau bleibt dieses Jahr mit den Erträgen hinter den Erwartungen.
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