25.05.2016, 10:11 Uhr

ORF-Gartenexpertin Angelika Ertl Humus-Botschafterin der Ökoregion Kaindorf

Angelika Ertl ist ab sofort als Humusbotschafterin der Ökoregion aktiv (Foto: Angelika Ertl)
Mehr als 120 Landwirte bewirtschaften österreichweit insgesamt 1.100 Hektar Ackerboden nachhaltig, bauen Humus auf und binden damit zum Schutz unseres Klimas in großen Mengen CO2. Auch im Garten spielt Humus eine wesentliche Rolle – für bessere Erträge und vor allem gesunde Lebensmittel. Nicht zuletzt deshalb engagiert sich Biogärtnerin Angelika Ertl als Humusbotschafterin der Ökoregion Kaindorf.

Wenn man die ORF-Moderatorin und Biogärtnerin Angelika Ertl bei einem ihrer unzähligen Fernsehauftritte und Vorträge erlebt, sprüht sie vor Leidenschaft für das Leben im Garten. Und immer wieder bekommt das Publikum zwei Begriffe serviert: „Humus“ und „Ökoregion Kaindorf“. Nachzulesen in ihrem Erstlingsbuch „Jetzt haben wir den Salat“, das innerhalb von wenigen Wochen zum Bestseller geworden ist.

Wenn der Boden gesund ist, sind auch die Lebensmittel gesund
Angelika Ertl weiß aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, dass Humus das Um und Auf im Garten ist: „Wenn der Boden gesund ist, sind auch die Lebensmittel gesund.“ Ein humusreicher Boden regeneriert sich von selbst. Man muss ihn weniger bearbeiten, es gibt weniger Schädlinge und Pilze. Die Pflanzen wachsen viel besser und schmecken auch so.

Ökoregion Kaindorf als Vorbild und Wissensquelle
„Ich kann es an den vollen Sälen bei meinen Vorträgen Woche für Woche erleben, dass das Interesse der Menschen für eine natürliche Lebensweise und den nachhaltigen Umgang mit der Natur stark im Steigen ist“, weiß Angelika Ertl zu berichten. „In dieser Hinsicht ist die Ökoregion Kaindorf ein absolutes Vorzeigemodell. Anhand der unzähligen Daten und Fakten, die in den vergangenen Jahren in vielen praktischen Anwendungen gesammelt wurden, wird für immer mehr Menschen erkennbar, dass dieser Weg Sinn macht. Das zeigen beispielsweise sehr eindrucksvoll die „Humus-Fachtage“ in Kaindorf, die jeweils im Jänner von hunderten Anwendern und Experten aus ganz Europa Jahr für Jahr besucht werden.“

Landwirte bauen natürlich fruchtbare Böden auf und erhalten finanzielle Unterstützung
Auf großen Flächen bearbeiten bereits mehr als 120 Landwirte in ganz Österreich rund 1.100 Hektar Ackerboden nach den Empfehlungen der Ökoregion Kaindorf nachhaltig und haben bisher nachweislich weit mehr 5.000 Tonnen CO2 in Form von Humus gebunden und damit unser Klima entlastet. Ihre Böden werden fruchtbarer und sind gegenüber starken Niederschlägen und Trockenperioden widerstandsfähiger. Der Produktionsaufwand wird reduziert. Erträge werden auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen stabiler. Zudem erschließt dieses Projekt den Landwirten eine neue Einnahmequelle. Finanziert wird ihr nachhaltiger Einsatz durch den Handel mit Humus-Zertifikaten. Firmen kompensieren ihren nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß durch den Kauf von Zertifikaten. Die Landwirte erhalten daraus 30 Euro pro nachweislich gebundener Tonne CO2.

Wissen über den Humusaufbau soll Hobbygärtnern und Landwirten vermittelt werden
Schon jetzt gibt die Ökoregion Kaindorf ihr europaweit einzigartiges Know-how über den Humusaufbau im Rahmen der jährlichen Humus-Fachtage, in vielen Informationsveranstaltungen und Erfahrungsgruppen vor allem an Landwirte weiter. Dieses Wissen soll nun verstärkt sowohl an Bauern als auch an private Hobbygärtner vermittelt werden. Dazu ist mit Jahreswechsel der Aufbau einer Humus-Akademie geplant, deren Programm neben Humus-Mastermind Gerald Dunst und Experten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum auch Angelika Ertl mitgestalten wird.
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