07.07.2016, 13:47 Uhr

Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes beschlossen

Mit der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes wird vor allem der Ausbildungsbereich verbessert. (Foto: Pixabay/geralt)
TIROL. Der Nationalrat hat am 07. Juli eine Novelle des Gesundheits- und Pflegegesetzes beschlossen. Änderungen gibt es vor allem bei der Pflegeausbildung.

Gesellschaft wird immer älter

Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass die Gesellschaft immer älter wird. In den nächsten 15 Jahren wird sich die Zahl der über 85jährigen mehr als verdoppeln. Nun müssen für jene Menschen, die Betreuung und Pflege brauchen, die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die im Parlament beschlossene Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes ist der richtige Schritt in diese Richtung, so VP-Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann.

Reform der Pflegeausbildung

Vor allem die Pflegeausbildung war reformbedürftig. Die Ausbildung wird nun auf drei Wegen möglich sein. Mit den drei Wegen sollen auch die Kompetenzen in der Pflege selbst erweitert werden. Einerseits sollen diplomierte Pflegekräfte auf Fachhochschulebene ausgebildet werden. Durch das hohe Ausbildungsniveau soll diplomiertes Pflegepersonal auch medizinisch-diagnostische und medizinisch-therapeutische Maßnahmen und Tätigkeiten ausüben können.
Eine weitere Möglichkeit ist die Ausbildung zur Pflegeassistenz. Hier stehen Arbeitsbereiche wie venöse Blutabnahme, subkutane Injektionen oder Wundversorgung im Vordergrund. Der Bereich der Pflegeassistenz ist auf die Langzeitpflege ausgerichtet. „Gerade für die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitswesens ist diese Kompetenzerweiterung sehr wichtig.“, so Tirols Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg.

Neue Chancen für Aus- und Weiterbildung

Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg und VP-Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann sehen in der beschlossenen Reform einen großen Fortschritt mit der die Qualität der Gesundheits- und Pflegeversorgung langfristig abgesichert wird. Auch für die 90.000 Personen, die bereits im Pflegebereich tätig sein, würden sich durch die hohe Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Ausbildungszweigen zahlreiche neue Chancen eröffnen.

Die Reform der des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes tritt mit September 2016 in Kraft.

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