12.03.2016, 07:30 Uhr

Den Weg in die Zukunft "bahnen"

Ein Blick in die Bahnzukunft: Tirol soll von Geldern aus Land, Bund und ÖBB aufgepeppelt werden. Von links: Günther Platter, Gerald Klug und Christian Kern

TIROL. "Der Infrastrukturminister ist für Tirol der wichtigste Minister", betonte am Donnerstag Landeshauptmann Günther Platter bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesminister Gerald Klug und ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Christian Kern.

In der Pressestunde ging es um den zukünftigen Ausbau der Tiroler Bahninfrastruktur. Neben allgemeinen Zielen, wie schnelle Verbindungen, mehr und pünktlichere Züge, sollen auch ganz konkrete Projekte auf Schiene gebracht werden. Insgesamt werden dafür bis 2021 2,8 Milliarden Euro investiert. Der Wunsch der ÖBB ist es zur "Mobilitätsdrehscheibe Tirols" zu werden.


Großprojekte auf einen Blick

Ein Schwerpunkt des Tirolweiten Bahnnetzausbaus ist der Brennerbasistunnel mit seinen 230 km langen Tunnelanlagen, die 2026 in Betrieb genommen werden sollen. Alleine in dieses Projekt fließen 240 Mio. Euro. Platter betont: "Nicht nur der Brennerbasistunnel, sondern auch der Ausbau der Zulaufstrecken ist wesentlich". Ebenfalls Thema war der Ausbau der Strecken von und nach Seefeld, bzw. die Modernisierung des Bahnhofes vor Ort. Ein Rundumlifting also, dass bis zur Nordischen Skiweltmeisterschaft 2019 in Seefeld, fertiggestellt werden soll. Auch der Bahnhof in Schwaz steht vor einer Modernisierung und ein Gesamtpaket für Osttirol ist ebenfalls in Planung, der auch die barrierefreie Gestaltung des Lienzer Bahnhofes vorsieht.

Zur Sache

Tirolweit gibt es insgesamt 96 Bahnhöfe, seit 2007 gab es Fahrgastzuwächse von 70 Prozent. Für die Zukunft stehen außer Schienenausbau und Bahnhofmodernisierungen, auch der Ausbau von "Park+Ride"-Möglichkeiten. Bis 2021 sollen an mehreren Bahnhöfen moderne Parkdecks mit bis zu 1.000 Stellplätzen und auch "Bike+Ride"-Anlagen sollen für 420 Räder errichtet werden. Auf der Strecke Telfs Pfaffenhofen-Innsbruck sollen bis 2017 die Züge im Halbstundentakt verkehren und auch ein Parkdeck, das bis Ende 2017 fertiggestellt wird, soll die Zuggästezahl auf dieser Strecke ankurbeln. Außerdem noch interessant: Zirka 80 Prozent der Ausbauarbeiten werden an heimische Unternehmen vergeben und dadurch 40.000 Arbeistplätze geschaffen. Thema ist ebenfalls der Güterverkehr, der von der Autobahn auf die Schienen gebracht werden soll. Platter dazu: "Bis 2050 soll 50 Prozent weniger LKW-Verkehr auf Tirols Straßen sein."
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