13.07.2016, 13:49 Uhr

Land Tirol verfügt über zuwenig Behindertenplanstellen

Das Land Tirol als Dienstgeber hat zu wenig Menschen mit Behinderung eingestellt. Die Ausgleichszahlungen belaufen rund 1,5 Millionen Euro. (Foto: pixabay/stevepb)

Die Tiroler Landesregierung besetzt zu wenig Dienststellen mit Menschen mit Behinderung - und zahlt dafür Ausgleichszahlungen.

TIROL. Das Land Tirol als Dienstgeber beschäftigt um rund 20 Prozent zu wenig Menschen mit Behinderung. Dies betrifft beispielsweise Planstellen im Bereich der LandeslehrerInnen und im Bereich der TILAK.

Land Tirol zahlt Ausgleichstaxe

Das Land Tirol als Dienstgeber beschäftigt zu wenige Menschen mit Behinderung. Die Pflichtzahl wird um rund 20 Prozent nicht erreicht, wie eine Anfrage zur Erfüllung der Behinderteneinstellungspflicht in den Bundesländern zeigt. Große Lücken gibt es vor allem in den Bereichen der Planstellen für LandeslehrerInnen und der Tilak. Daher budgetierte die Tiroler Landesregierung für 2016 eine Auslgeichstaxe von rund 1.5 Millionen Euro. Allerdings, so Gerhard Reheis, Klubobmann der SPÖ im Tiroler Landtag, könnte man auch in der Verwaltung Planstellen schaffen. Die Pflichtzahl würde sich nach dem Gesamtstand an Landesbediensteten errechnen.

Forderung nach Behindertenanwaltschaft

Gerhard Reheis fordert in diesem Zusammenhang wieder eine unabhängige Behindertenanwaltschaft. Menschen mit Behinderung würden eine starke Lobby brauchen. „Denn es fehlt ein klares Bekenntnis von ÖVP und Grünen zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Das zeigt etwa auch ein Blick auf die Inklusion an den Tiroler Schulen“, so Gerhard Reheis.
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