07.10.2016, 09:40 Uhr

Fachkräftestipendium: AMS hat wieder Ressourcen

Zu den Mangelberufen, in denen man sich im Rahmen des Fachkräftestipendiums ausbilden lassen kann, gehören etwa Pflegekräfte und Altenpfleger. (Foto: MEV)

Experten predigen lebenslanges Lernen und Weiterbildung als Schutz vor Arbeitslosigkeit.

ÖSTERREICH. Die schlechte Nachricht zuerst: Aktuell gewährt das AMS keine Anträge für das Fachkräftestipendium, dessen Ziel es ist, gering- und mittelqualifizierten Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, sich in einem Mangelberuf zu Fachkräften ausbilden zu lassen. Doch die gute Nachricht ist, dass mit dem Anfang September beschlossenen Arbeitsmarktpaket das Fachkräftestipendium wieder eingeführt wird.

Fachkräftestipendium kommt sicher 2017

Einen genauen Zeitpunkt, ab wann wieder Anträge entgegengenommen werden, kann das AMS derzeit nicht nennen, wie es auf Anfrage heißt. "Sicher ist jedoch, dass Fachkräftestipendien 2017 wieder beantragt werden können", sagt AMS-Sprecherin Beate Sprenger zu meinbezirk.at.

Wenig Geringqualifizierte in Bildungskarenz

Schon 1998 hat die Politik das Weiterbildungsgeld eingeführt, damit sich Arbeitnehmer weiterbilden können, ohne das bestehende Arbeitsverhältnis zu verlieren. Doch unter den Bildungskarenzlern ist der Anteil von niedrigqualifizierten Personen mit gerade einmal zwei Prozent verschwindend klein. Aber gerade gering- und mittelqualifizierte Arbeitnehmer haben ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Das Fachkräftestipendium, das im Jahr 2013 eingeführt wurde, zielte daher auf diese Gruppe ab. Doch mit der Rekordarbeitslosigkeit sah sich das AMS 2015 gezwungen, das Fachkräftestipendium für 2016 und 2017 auszusetzen.
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