19.09.2016, 14:06 Uhr

Orte des Respekts: Steirischer Landessieger gekürt

Ausgezeichnet (v.l.): Gerfried Rainer (Caritas Steiermark) darf sich über ein Preisgeld von 2.000 Euro für das Projekt "Kautionen für Flüchtlinge" freuen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Johannes Rumpl (Landesdirektor Uniqa Steiermark) und Roland Wadl (Vorstand Verein Respekt.net). (Foto: Uniqa/Lunghammer)

Das Projekt "Kautionen für Flüchtlinge" wurde zum steiermarkweit herausragendsten Ort des Respekts gewählt.

100 Projekte aus der Steiermark wurden im Rahmen der gleichnamigen österreichweiten Kampagne als „Orte des Respekts“ eingereicht, 53 davon erfüllten alle Teilnahmekriterien und wurden als Orte des Respekts nominiert. Als Sieger ging die Initiative „Kautionen für Flüchtlinge“ der Caritas Steiermark hervor.
Dem Projekt gelingt es mit kurzfristiger finanzieller Hilfe die langfristige Selbstständigkeit von geflüchteten Menschen zu ermöglichen. Das Preisgeld in der Höhe von 2.000 EUR kommt dem Projekt zugute.

Viele Ideen – viel Engagement

Der Wettbewerb „Österreich sucht Orte des Respekts“ hat gezeigt: Es gibt in der Steiermark weit mehr Engagement, als der Öffentlichkeit bewusst ist. Das steirische Engagement reicht von der Unterstützung von Kindern über Bildungs‐ sowie Generationen‐ und Inklusionsprojekte für Menschen mit Behinderungen bis zu diversen Projekten von und mit Migranten. „Die Initiative der Caritas hilft Flüchtlingen, deren Asylverfahren positiv entschieden wird, eine leistbare Wohnung zu finden. Das ist ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Integration“, freut sich Roland Wadl, Vizepräsident des Initiators Respekt.net.

Die Caritas hilft mit dem Projekt „Kautionen für Flüchtlinge“ nicht nur aktiv bei der Wohnungssuche, sondern vergibt auch zinsfreie Kautionsdarlehen für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, die in monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Mit den Rückzahlungen können neue Darlehen vergeben werden. Langfristig speist sich der Kautionsfonds somit selbst und die Nachhaltigkeit des Projekts kann gesichert werden. Die Wohnungssicherung ist ein erster Schritt in ein eigenständiges Leben, der erst weitere Integrationsschritte wie beispielsweise eine Arbeitsaufnahme oder Ausbildungen ermöglicht, wobei die Caritas im Rahmen der Mobilen Integrationsberatung auch dabei hilft. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Flüchtlinge bestmöglich auf dem Weg zur Eigenständigkeit zu begleiten und ihnen je nach individueller Bedürfnislage die dafür notwendigen Angebote zur Verfügung zu stellen“, erklärt Gerfried Rainer die Beweggründe für das Projekt.
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