01.04.2016, 13:08 Uhr

Montan-Uni Leoben bekommt neuen Lehrstuhl

Die Montan-Universität Leoben wird durch die Stiftungsprofessur, genau einem neuen Lehrstuhl für Hightech-Stahl, als steirische Forschungseinrichtung weiter gestärkt. (Foto: Presse Unileoben)
Seit Kurzem hat die Montanuniversität Leoben mit Ronald Schnitzer eine neue Stiftungsprofessur. An der Finanzierung des neuen Lehrstuhls für Hightech-Stahl beteiligt sich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) mit zwei Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre, die zweite Hälfte der Kosten wird von der Universität und dem Partner aus der Wirtschaft, der voestalpine, getragen. „Vom Erzberg, der in Zukunft mit dem Zentrum am Berg ein internationales Vorzeigeprojekt beheimatet, bis hin zum Hochleistungsstahl steht die Steiermark somit auch in diesem Bereich für erfolgreiche Innovationen“, freut sich Vize-Landeshauptmann Michael Schickhofer. „Das ist ein weiterer toller Impuls für die Region Obersteiermark und die Montan-Uni im Besonderen“, so Schickhofer.

Wissen in Stahl gegossen

Stahl ist nach wie vor der bedeutendste Konstruktionswerkstoff weltweit. „Unser Ziel ist es, neue Hochleistungsstähle zu entwickeln. Das soll durch einen integrativen Ansatz mit neuen Legierungskonzepten und mit energieeffizienter Produktion gelingen“, erläutert Ronald Schnitzer, der die bmvit-Stiftungsprofessur für Stahldesign an der Montanuniversität Leoben im Jänner übernommen hat. Anwendungen für die Automobilindustrie, den Energiesektor und das Verkehrs- und Transportwesen stehen dabei im Fokus. So wird zum Beispiel hochfester, aber leichter Stahl in die A- oder B-Säulen von Autos eingebaut. Diese verformen sich bei einem Aufprall so, dass die Insassen besser geschützt sind. Als Partner für die Professur konnte die voestalpine gewonnen werden. "Mit dem neuen Lehrstuhl für Stahldesign wird ab sofort an den High-Tech-Lösungen der nächsten fünf bis zehn Jahre geforscht. Die Stiftungsprofessur trägt damit auch dazu bei, die Technologieführerschaft der voestalpine künftig zu sichern“, zeigt sich voestalpine-Vorstandsmitglied Schwab, Leiter der Metal Forming Division, überzeugt.
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