30.09.2016, 10:50 Uhr

Der richtige Zeitpunkt für Amtsübergabe

BJM Dir. Rudolf Gaube (Foto: KK)

Bezirksjägermeister Rudolf Gaube legt nach 20 Jahren seine Funktion zurück.

In der letzten Hegemeistersitzung teilte BJM Rudolf Gaube mit, dass er der Meinung ist, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, die Funktion des Bezirksjägermeisters zurück zu legen und in jüngere Hände zu übergeben.
"Neun Jahre Kassier des Steirischen Jagdschutzvereines, 24 Jahre im Bezirksjagdausschuss, zwei Jahre Bezirksjägermeister-Stellvertreter, 18 Jahre Bezirksjägermeister - somit 20 Jahre an der Spitze der Jägerschaft sind genug", so BJM Gaube.
Der steirische Jagdschutzverein verfüge über viele fachlich qualifizierte Persönlichkeiten, die die Funktion eines Bezirksjägermeisters jederzeit übernehmen können. Die Ersatzwahl wird im Oktober 2016 stattfinden.

Rückblick

In einem kurzen Rückblick teilte BJM Gaube mit, dass er in seiner Funktion als Bezirksjägermeister im Landesjagdausschuss immer die Interessen der weidgerechten südsteirischen Jäger vertreten habe. Vieles habe sich in den letzten Jahren geändert.
Beim Rehwild wurden den Jägern viele Freiheiten gegeben, so ist ein Höchstabschuss nur mehr bei den Böcken der Klasse I und II gegeben, ansonsten handelt es sich nur mehr um einen Mindestabschuss und die einzelnen Jäger haben selbst die Möglichkeit entsprechend einzugreifen.
Beim Schwarzwild ist die Entwicklung unterschiedlich. Die zukünftige Bewirtschaftung stellt uns alle vor eine große Herausforderung.
Der Hasenbesatz ist leider nach wie vor rückläufig, ohne entsprechende Lebensraumverbesserung wird hier keine Erholung des Bestandes gegeben sein.
Beim Fasan hatt er alle Jahre hindurch die Auswilderungsmöglichkeit verteidigt, jedoch unter Einhaltung des gesetzlichen Auswilderungszeitpunktes, Schonung der Fasanhenne, Lebensraumverbesserung und entsprechende Raubwildbewirtschaftung. Einige Reviere sind zur Einsicht gekommen und haben ihre Auswilderungspraxis überdacht. So gab es vor Jahren noch Reviere wo ca. 100 Fasanhähne auf der Strecke waren, ohne einen entsprechenden Fasanenfrühjahresbestand.
"Leider haben einige ,uneinsichtige' Jäger die drohende Gefahr eines Auswilderungsverbotes nicht erkannt", so BJM Gaube. Im heurigen Jahr wurde daher von der politischen Fraktion „die Grünen“ ein Antrag auf gänzliches Auswilderungsverbot im Landtag eingebracht. "Nur durch entsprechenden Einsatz der Landesjägerschaft und intensiver Information aller politischen Parteien konnte dieses Auswilderungsverbot gerade noch verhindert werden. Es wurden aber gleichzeitig große Einschränkungen erlassen", erläutert BJM Gaube.

Schwerpunkte

Schwerpunkte seiner Jagdpolitik in diesen Jahren waren Öffentlichkeitsarbeit in den lokalen Medien, Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten, Zusammenarbeit mit unseren Partnern wie Bezirkskammer für LuFw und Behörde.
Lebensraumverbesserung und Förderung des Jagdhundewesen waren ebenfalls sehr wichtige Anliegen.
Hegeringe wurden neu organisiert und viele junge erfahrene Hegemeister wurden neu bestellt.
Die Gründung einer neuen Jagdhornbläsergruppe (Südsteirisches Weinland) wurde forciert und gefördert, ebenso alle 34 bestehenden Jagdhornbläsergruppen des Steir. Jagdschutzvereines. Weiters wurde ein Jagdgebrauchshundeverein im Bezirk aufgrund seiner Initiative gegründet und dadurch die finanzielle Unabhängigkeit der Hundeführer gesichert.
Die Verlegung des Bezirksjagdamtes in das Naturparkzentrum Grottenhof im Jahre 2013 war ein besonderer Höhepunkt und hat sich bestens bewährt. Dadurch ist eine gute Erreichbarkeit gegeben und ebenso sind genügend Parkmöglichkeiten vorhanden.
Das Bezirksjagdamt fügt sich nicht nur thematisch sondern auch harmonisch in das Naturparkzentrum ein.
Das Bezirksjagdamt hat er immer als Servicestelle für die Jäger des Bezirkes gesehen.
Abschließend wies BJM Gaube daraufhin, dass er bestens vorbereitet einen gut organisierten Bezirk an seinen Nachfolger übergibt.
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