12.05.2016, 09:47 Uhr

Aus für Koalition in Wildon: Misstrauensantrag für Bgm. Helmut Walch

Bgm. Helmut Walch: "Ich habe mir nichts zu Schulden lassen kommen und weiß nicht, warum dieser Schritt gestern erfolgte." (Foto: KK)

Mit Spannung erwartet wurde gestern offenbar von einigen Gemeinderäten die Sitzung in Wildon. Kurzerhand wollte man den Wildoner Bürgermeister Helmut Walch entheben.

Es schien im Vorfeld eine gewöhnliche Gemeinderatssitzung in Wildon zu sein und der Abend begann unspektakulär. Doch es kam anders. Nach einigen (heiß diskutierten) Tagesordnungspunkten wurde um eine Sitzungsunterbrechung gebeten und Bgm. Helmut Walch von ÖVP, FPÖ und Pro Wildon aufgefordert, sein Amt zurückzulegen. Dieser Aufforderung kam der Ortschef nicht nach und so wurde gegen den amtierenden Bürgermeister ein Misstrauensantrag eingebracht, der in einer geheimen Abstimmung mit 15:9 Stimmen (1 Enthaltung) abgelehnt wurde.

Walch versteht Vorgehensweise nicht

Bürgermeister Helmut Walch gegenüber der WOCHE: „Ich bin überrascht, dass es zu einem Misstrauensantrag gekommen ist. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und hatte nicht die leiseste Ahnung. Wir haben ganz gut miteinander gearbeitet. Man wollte mir einen freiwilligen Rücktritt nahe legen, ich wollte jedoch wissen, ob ich noch das Vertrauen im Gemeinderat habe. Die Koalition ist jetzt natürlich beendet. Ich brauche jetzt Bedenkzeit."
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