19.11.2017, 13:51 Uhr

Blick unter die Klo-Brille: Das WC-ABC der Amstettner

Die stille Zeit am stillen Örtchen: Die Bezirksblätter blickten zum Welttoilettentag unter die Klobrille.

BEZIRK AMSTETTEN. Wenn Sie am Sonntag, 19. November, mal "müssen", dann denken Sie daran: Es ist "Welttoilettentag". Wer das nicht glauben kann, kann gerne bei der Welttoilettenorganisation (WTO) nachfragen – auch die gibt es tatsächlich. Die BEZIRKSBLÄTTER blickten daher über den Klobrillen-Rand und schauten sich auf dem (oft gar nicht so) stillen Örtchen um.

Das kleine "WC-ABC"

Weiß, Keramik und Tiefspüler, das ist das Standardklo der Amstettner, weiß Günter Reitbauer von der Hopferwieser & Steinmayr Installations GmbH aus Amstetten.
Klohütten mit Herzerl in der Tür – wie früher – hat sich in den Wohnhausanlagen nicht wirklich durchgesetzt, lacht Reitbauer.

Sitzen, hocken oder stehen

Alternativ gebe es noch den Flachspüler, bei dem im Gegensatz zum Tiefspüler das Geschäft nicht gleich ins sprichwörtliche Wasser fällt, sondern auf eine Art Podest. Auch Hock-WCs wären möglich, doch um welche zu finden, müsse man schon "bis nach Italien fahren", meint der Installateur. In unseren Breiten sitzt man eben, wenn man muss – und wischt nachdem man "gemusst" hat.

Wischen oder waschen

Das Waschen des Popschs mit Wasser ist in Mitteleuropa und so auch im Bezirk eher ungewöhnlich. Ganz anders ist das in anderen Regionen, etwa in der Türkei, weiß Reitbauer. Das habe sich hier einfach nicht durchgesetzt.
Was sich jedoch immer mehr durchsetzt, sind Muscheln, die direkt an der Wand, statt am Boden montiert sind. Schließlich wäre in diesem Fall die Reinigung zumeist leichter.

Sparsame Hinunterlasser

Wesentliche Veränderungen gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten beim Verbrauch. Sechs Liter Wasser benötigt eine Spülung. Wer bei seiner Toilette auch "klein" spülen kann, spart immerhin drei Liter. Früher waren es bis zu zehn Liter Wasser. Doch ganz sparsame Hinunterlasser sollten aufpassen, denn dadurch könne sich der Urinstein besser festsetzen.

Ein "Haufen" Probleme

Es rinnt und tropft oder man leidet unter Verstopfungen – wer kennt das nicht. Kein Wunder also, dass dies die beiden häufigsten Probleme bei der Toilette sind.
"Selten wird dabei das Rohr durch die eigenen Exkremente verstopft", klärt Reitbauer auf. Probleme gibt es vor allem mit den Duftkugel- und Duftgelkörberln, die sich von der Verankerung am Muschelrand lösen und mitruntergespült werden. "Dann ist das Klo in Nullkommanix verstopft", sagt Reitbauer, der in Jahrzehnten der Arbeit schon einiges auf Toiletten erlebt hat. Zu finden ist allerdings ziemlich alles, was hineinpasst, weiß er aus jahrzehntelanger Erfahrung – so etwa auch manch Gebiss.

Erlebt hat Günter Reitbauer auf den Toiletten der Region schon viel, so auch einmal einen "mannhohen Haufen" aus Papier und Exkrementen. "Der Zustand der WCs richtet sich immer nach den Leuten, von ungepflegt bis blitzblank", sagt er über das "menschliche Bedürfnis mit allen Sonnen- und Schattenseiten".
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