12.09.2014, 11:34 Uhr

Waidhofen: Ein inspirierender Denk- und Zukunftsort

Die Mitglieder des Vereins LandLuft sowie das Architektenteam nonconform zeigten sich von der baukulturellen Qualität in Waidhofen begeistert. (Foto: zVg)

Zwei international tätige Organisationen nutzten die Turmstadt als Tagungsort um ihre Zukunft zu entwickeln.

Der Verein LandLuft zur Förderung von Baukultur im ländlichen Raum
und das Architekturbüro nonconform nützen die inspirierende Atmosphäre von Waidhofen und veranstalteten ihre jährliche Zukunftsklausur in der Stadt. Bürgermeister Wolfgang Mair empfing die begeisterten Tagungsteilnehmer im Rothschildschloss.

Architektur und Städtebau

Das Unternehmen nonconform mit Standorten in Wien und Moosburg (Kärnten) konzentrierte sich über die Jahre konsequent auf Aufgaben am Schnittpunkt von Architektur, Städtebau sowie kommunaler Entwicklung und konnte sich mit diesem Fokus eine bemerkenswerte Vorreiter-Positionierung erarbeiten. Lösungen für die öffentliche Nutzung von Räumen stehen dabei im Vordergrund. Das Büro bearbeitet derzeit Projekte in Österreich und Deutschland.

Aktive Waidhofner

Im Verein Landluft sind auch zwei Waidhofner aktiv. Die Architektin Maria Schneider-Dichlberger arbeitet dort ehrenamtlich im Vorstand mit und zeichnete sich auch für die Organisation der Tagung verantwortlich. Johann Stixenberger, der ehem. Innenstadtkoordinator brachte sein Fachwissen im Expertenrat des Vereins ein. Maria Schneider – Dichlberger führte die Tagungsteilnehmer durch die Stadt und erläuterte an Hand von den vielen positiven Projektbeispielen im Stadtzentrum die Hintergründe zu deren Entstehung.

Baukultur im ländlichen Raum

Der Verein LandLuft engagiert sich seit rund 10 Jahren für die Förderung von Baukultur im ländlichen Raum in Österreich und in Deutschland. Einerseits wird in Form von Forschungsprojekten an verschiedensten Themen gearbeitet, anderseits lobt er alle drei Jahre gemeinsam mit dem österreichischen Gemeindebund den Baukulturgemeinde Preis aus. Bisher wurden 16 Städte mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Darunter auch Waidhofen an der Ybbs. Alle diese Städte haben eines gemeinsam; ein intelligenter Umgang mit den eher knapper werdenden kommunalen Finanzmitteln in Kombination mit einer starken Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Zukunftsarbeit einer Gemeinde.

Nachhaltigkeit und Einsatzbereitschaft

Als Best-Practise-Beispiele stehen sie für einen hohen Anspruch an die Gestaltungsqualität des Lebensraumes. „Dass damit ganzheitliches Denken, Nachhaltigkeit und Einsatzbereitschaft einhergehen, liegt in der Natur dieser Prozesse“, so Architekt Gruber von nonconform. Erst durch sie entsteht aus „Bauen“ eine umfassende „Baukultur“. Für die Kommunen kristallisiert sich aus diesem Prozess eine ganze Reihe von langfristigen Vorteilen heraus.

Waidhofens vitales Stadtzentrum

„Wir versuchen unsere Zukunftsklausuren immer auch in Zukunftsorten durchzuführen. Da gehört Waidhofen mit Sicherheit dazu. Kaum ein anderer Ort in dieser Größenordnung in Österreich und Deutschland kann auf so ein vitales Stadtzentrum mit so wenig Leerstand verweisen und hat die qualitätsvolle Kombination aus Alt und Neu so perfekt und in einer so hohen Dichte umgesetzt. Waidhofen ist einfach eine Vorreiter-Stadtgemeinde für viele andere Kommunen“, so Roland Gruber der Vorsitzende von LandLuft.
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