21.10.2016, 09:52 Uhr

Volkshilfe NÖ: Tag gegen Armut

Bezirksvorsitzender der Volkshilfe Hannes Eblinger, Volkshilfe Regionalvereinsvorsitzende Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl

Der 17. Oktober ist der Internationale Tag für die Beseitigung der Armut. Die Volkshilfe ruft heuer zum fünften Mal den österreichweiten „Tag gegen Armut" aus. Mit vielen Aktionen setzen die Volkshilfe-AktivistInnen ein Zeichen.

Auch in Niederösterreich machen die VolkshelferInnen auf die unvermindert hohe Armut aufmerksam. Sie betrifft nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche. Die negativen Auswirkungen von Armut auf das Leben der Kinder sind durch zahlreiche Studien bestätigt. „Arme und armutsgefährdete Kinder haben schlechte Startchancen ins Leben“, erklären der Bezirksvorsitzende der Volkshilfe Amstetten, Bgm. a.D. Hannes Eblinger sowie seine beiden Stellvertreter, Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl, „denn sie werden öfter krank, erhalten eine schlechtere Ausbildung und sind somit die armen Erwachsenen von morgen.“
Dass es auch im Bezirk Amstetten von Armut betroffene Menschen gibt, zeigt sich unter anderem darin, dass die Unterstützungsleistungen der Volkshilfe Amstetten und des Bezirkes für Menschen, die in Not geraten sind, auch heuer wieder in Anspruch genommen werden. So hat der Volkshilfe Regionalverein Amstetten heuer bereits 1.737,50 Euro an Unterstützungsgeldern ausbezahlt. Das macht laut Eblinger rund ein Drittel der Gesamtsumme für den Bezirk Amstetten aus.

„Menschen in ihrer Not nicht alleine zu lassen und ihnen in ihrer Notlage zu helfen ist eine wichtige Aufgabe und wir nehmen diese gerne wahr“, betonen die FunktionärInnen der Volkshilfe. „Genauso wichtig ist es aber auch, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die dafür sorgen, dass die strukturelle Armut verringert werden kann“. Dabei bedürfen Kinder unserer besonderen Aufmerksamkeit, denn oft verfestigt sich strukturelle Armut auch bis ins Erwachsenenalter.

„Kinder von armutsgefährdeten Familien verdienen die gleichen Chancen wie alle anderen“, fordert daher auch Volkshilfe-NÖ-Präsident Prof. Ewald Sacher, „wir müssen sie in allen Lebensbereichen in ihrer Entwicklung fördern, in Bildungseinrichtungen Benachteiligungen ausgleichen, Zugangsbarrieren in Sport-, Musik- und Kulturinstitutionen beseitigen und vor allem jedem Kind eine ausreichende finanzielle Grundsicherung geben. Dann können auch arme Kinder alles erreichen und nicht arm, sondern glücklich werden.“
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