Großprojekt in Baden
25 Millionen Euro Investition für die Kläranlage
- Vertreter des Badener Gemeinderats beim Betriebsbesuch der Kläranlage Baden.
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Die Stadt Baden betreibt an der Zubringerstraße eine eigene Kläranlage. Aus Gründen des Alters und der Kapazitäten stehen hier wichtige Arbeiten an.
BADEN. Badens Leiter Wasserwirtschaft, Josef Pleyer, begrüßte die Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, Vizebürgermeister Jowi Trenner und viele weitere Vertreter des Gemeinderats und die Presse in der Kläranlage Baden. Bei einem Betriebsbesuch sollte der Zustand der Anlage besichtigt und so die Grundlage für die anstehende Sanierung geschaffen werden.
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Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli erklärt: "Wir werden die Kläranlage revitalisieren. Es braucht nicht viel Wissen, um zu sehen, dass hier vieles ansteht." Da die Stadt weiß, dass hier Investitionen notwendig sind, sind sie verpflichtet, die Kanalgebühren zu erhöhen, um Rücklagen aufzubauen. Vizebürgermeister Jowi Trenner betont, dass diese Erhöhungen in einem christlichen Rahmen sein werden.
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Die erste Grobschätzung besagt, dass die Sanierung rund 25 Millionen Euro kosten wird. Davor müssen jedoch noch vieles entschieden werden. So ist auch eine Frage, ob die NÖM sich an der Vergrößerung der Kläranlage beteiligt. Aktuell werden die Abwässer der NÖM nach Bad Vöslau geleitet, aber dort ist die Kapazität bald erreicht. Da die NÖM jährlich um 3-5 Prozent wächst, wäre dies eine Möglichkeit der Absicherung von neuen Kapazitäten.
Pläne für Sanierung der Kläranlage
Vizebürgermeister Jowi Trenner erklärt, dass die Elektronik der Kläranlage bereits 42-43 Jahre alt ist. Es gibt keine Ersatzteile mehr. Auch bei den Becken ist dies ein akutes Problem. Die Bauarbeiten werden 3-5 Jahre dauern, der Betrieb wird währenddessen aufrecht erhalten. Die Finanzierung wird die Stadtgemeinde zu 2/3 stemmen müssen, ein Drittel wird über ein Darlehen finanziert. Die Stadt hofft auf einen Zuschuss von 10 Prozent vom Bund.
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Die Stadtchefin hofft auf einen Kredit über die Europäische Finanzierungsbank, da diese günstiger sei. Sie sagt: "Es wird die größte Summe in der Legislaturperiode. Es ist nicht attraktiv, aber es betrifft uns alle."
Josef Pleyer nennt als Gründe für den Umbau drei Themenbereiche:
- Bauliche Einheit: Viele Teile müssen ausgetauscht werden und der Beton aus den 60ern ist am Ende.
- Verfahrenstechnik: Die Kläranlage ist am Limit und braucht Reserven
- Elektronik: gehört ausgewchselt.
Der nächste Schritt ist die Ausschreibung für einen Planer, aufgrund der Größe der Ausschreibung muss ees eine EU-weite Ausschreibung sein.
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Josef Pleyer stellt klar, dass sich die Kläranlage in Tribuswinkel befindet, weil es am tiefsten Punkt liegt. Das natürliche Gefälle wurde genutzt. Sie wurde 1902 mit dem Wasserwerk errichtet. Dementsprechend sind viele Teile der Kläranlage sanierungsbedürftig. Manche Komponenten können erhalten bleiben, wie das Belegungsbecken aus den 90er Jahren oder das Betriebsgebäude. Manches kann saniert werden, manches muss fix weg.
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Das Grundstück ist groß genug für die Erweiterung. Die Kapazität soll erhöht werden, da die Kläranlage keine Kapazitäten mehr hat.. Die Lebensdauer der baulichen Teile liegen bei 50 Jahren, der maschinellen bei 25 Jahren und der elektronischen Teilen bei 7-8 Jahren.
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Für die Kläranlage ist die Trennung von Regenwasserkanal und Schmutzwasserkanal wichtig, damit ein Platzregen nicht alle Kapazitäten hemmt und es verbessert die Abbaurate. Noch besser ist allerdings eine Versickerung des Regenwassers, denn das erhöht das Grundwasser. Zu viel Regenwasser auf einmal überfordert die Kanalisation. Das in der Anlage geklärte Wasser wird in die Schwechat abgeleitet.
Trinkwasserleitung wird vergrößert
Auch bei der Trinkwasserleitung stehen Investitionen an. Für Frischwasser gibt es drei Leitungen von den Brunnen in Ebenfurth nach Baden. Hier gibt es immer wieder Gebrechen. Die älteste der Leitungen stammt noch aus dem Jahr 1902. Die fast 125 Jahre alte Leitung von Ebenfurth soll einen größeren Durchmesser (500er Rohr) erhalten.
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Die Leitung führt auch unter dem Wiener Neustädter Kanal durch. Hier und bei anderen Bächen muss 6-7 m tief gegraben werden.
Pleyer zeigt sich stolz auf das Badener Trinkwasser: "Unser Trinkwasser stammt aus der Mitterndorfer Senke. Wir waren nie von Verunreinigungen betroffen. Wir brauchen es nicht aufbereiten, kein Chlor, nichts. Wir geben das Trinkwasser innerhalb von 24 Stunden so natürlich ab, wie wir es vorfinden. Der durchschnittliche Frischwasserverbrauch liegt bei 120 Liter/Tag und Person.
Betriebsleiter Mario Kalic wird ab Dezember Stellvertreter des Leiters Wasserwirtschaft Josef Pleyer. Wolfgang Paar macht das Labor und die Technik. Zu den täglichen Tätigkeiten gehört die Laborarbeit. Nach diesen Ergebnissen wird die Anlage gesteuert.
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