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Die anhaltende Hitze und die Trockenheit sorgen nun auch in der Thermenregion für ein Fischesterben.
THERMENREGION. Der Fischbestand in den Flüssen ist in höchstem Maße gefährdet. "Der derzeitige Wasserstand ist einfach katastrophal und noch nie dagewesen. Auch diejenigen, die schon lange hier leben, können sich nicht an einen derartigen Niedrigwasserstand zurückerinnern", fasst der Obmann der Sportfischereiverein Baden, Andreas Schweiger, die Situation zusammen.
Das niedrige Wasser gefährdet den Fischbestand massiv.
Vor wenigen Tagen hat man im Sattelbach auf einer Strecke von rund zwei Kilometern in den Nachtstunden eine Notabfischung durchgeführt. "Wir konnten zwar 120 Kilo Weißfische, 50 Bachforellen und rund 150 Mühlkoppen retten, leider sind aber im fast gleichen Ausmaß Fische zugrunde gegangen", so Schweiger. Am Ursprung der Schwechat liegt der Wasserfluss derzeit bei 20 Litern pro Sekunde. Normalerweise fließen in der Klausen rund 50 Liter und im Bereich der Cholerakapelle 250 Liter pro Sekunde.
In der Schwechat liegt die Wassertemperatur derzeit bei rund 17 Grad, was das Überleben der Fische gerade noch ermöglicht. Bei anderen Gewässern wurden bereits Temperaturen über 20 bis 25 Grad gemessen. Ab einer Temperatur von 20 Grad Celsius ist die Wassertemperatur beispielsweise für Bachforellen tödlich.
Andreas Schweiger blickt daher mit Sorge auch zu den anderen Flussabschnitten, etwas bei Furth und Triesting. Dazu kommt, dass die Quellenfassung (legale Wasserentnahme durch Gemeinden und Private) in keinem Bereich so stark ist wie entlang der Schwechat. Andreas Schweiger appelliert, dass man mit den verbleibenden Wasserreserven so sparsam wie möglich umgeht. "Hätten wir nicht das Wasser aus den Kläranlagen, wäre es noch dramatischer", so Schweiger.
Donau-Altarme trocknen aus
Auch im Bezirk Bruck ist die Situation katastrophal, wie Rupert Bittmann, Obmann des Fischereivereins Haslau-Maria Ellend, in einem offenen Brief feststellt: "Die Altarme zwischen Maria Ellend und Haslau sind bis auf wenige Gewässerreste (Gumpen) völlig ausgetrocknet. Wir sind auf diese Extremsituation in der Gegend überhaupt nicht eingestellt." Dabei gebe es seit Jahrzehnten Vorschläge für ein digitales Wasserverbrauchsprojekt.
Eine temporäre Zuleitung aus der Donau würde den Aulandschaften helfen, doch fühle sich niemand zuständig. "Wir müssen wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche zusehen, wie der Großteil der Wasserlebewesen zugrunde gehen wird." Denn es betrifft ja nicht nur die Fische - die gesamte Wasserflora und -fauna wird ein Opfer der Klimakatastrophe, vom Wasserfloh bis zu den Pflanzen.
Auf seinen Brief hat einzig der Nationalpark Donauauen reagiert, von der BH Bruck/Leitha bekam er eine abschlägige Antwort. "Alleingänge des Fischereivereins sind nicht möglich, da ich als Obmann persönlich hafte."
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