Cyberkriminalität Baden
"Sextoriton"-Delikte nehmen zu: Traiskirchnerin als Opfer

TRAISKIRCHEN (lorenz). Betrüger versuchen verstärkt Menschen Geld abzuknöpfen. Besonders die Cyberkriminalität nimmt stark zu. So passiert auch in Traiskirchen. Eine Frau bekam am 3. Oktober auf ihre Firmen-Mailadresse eine erpresserische Mail in englischer Sprache. Der Absender behauptete darin, dass es von ihr Video-aufzeichnungen gäbe, die sie in sexuell verfänglichen Situationen zeigen würde. Sie solle innerhalb von 22 Stunden Bitcoins in der Höhe von 390 auf ein Wallet (ein App auf dem virtuell etwas gespeichert werden kann, wie eben Bitcoins, Bordkarten und Ähnliches). Sollte sie der Aufforderung nicht nachkommen, werde das Video veröffentlicht, außerdem erhielt die Mail die Drohung, dass auf ihren Laptop zugegriffen werde und sämtliche Daten dann ebenfalls gegen sie verwendet werden würden. Es kam zu keiner Überweisung, die Frau erstattete Anzeige bei der Polizei. Bis jetzt wurde keine Drohung wahr.
Die Polizei vermeldet eine Zunahme von „SEXTORITON- Delikten“. Darunter versteht die Polizei eine Mischung aus Sex und Erpressung (exortion). Meist werden die Opfer aufgefordert Intimfotos von sich ins Netz zu stellen oder in Chats sich nackt zu posieren. Geschieht das, dann werden die Opfer erpresst eine Geldsumme zu bezahlen, sonst würden die verfänglichen Aufnahmen öffentlich ins Netz gestellt werden.

Zur Sache

Die Polizei vermeldet eine Zunahme von „SEXTORITON- Delikten“. Darunter versteht die Polizei eine Mischung aus Sex und Erpressung (exortion). Meist werden die Opfer aufgefordert Intimfotos von sich ins Netz zu stellen oder in Chats sich nackt zu posieren. Geschieht das, dann werden die Opfer erpresst eine Geldsumme zu bezahlen, sonst würden die verfänglichen Aufnahmen öffentlich ins Netz gestellt werden.
Tipps der Kriminalpolizei
• Die Täter geben sich in der Regel als junge, außergewöhnlich attraktive Personen aus. Im Profil finden sich, außer gut in Szene gesetzten Fotos, kaum persönliche Informationen. Häufig sind die Täter Mitglieder einschlägiger Foren wie Dating-, Erotik- oder Partnerforen.
• Besondere Vorsicht ist geboten, wenn fremde Personen in den sozialen Netzwerken Kontakt herstellen bzw. einen Flirt starten.
• Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten, wenn der Chatpartner schon nach kurzer Zeit zum Wechsel auf alternative Kanäle, wie Skype oder WhatsApp, einlädt.
• Der Chat ist sofort zu beenden, wenn sich das Gegenüber vor der Webcam entkleidet und/oder zu sexuellen Handlungen auffordert.
• Zahlen Sie keine Lösegeldforderungen.
• Speichern Sie die Nachrichten und Screenshots und nehmen Sie sie zur Polizei mit.

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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