Winterdienst statt Parkplätzen
- Links in dieser Einbahn haben bislang Bewohner der nahen Grünen Zone geparkt, um sich ein Parkpickerl zu ersparen. Das ist jetzt bis Ende März wegen Winterdienst nicht mehr möglich.
- hochgeladen von Gabriela Stockmann
BADEN. Schikane oder Notwendigkeit? Diese Frage stellen sich Anrainer der Marchetstraße. Seit Einführung der Grünen Zone, die in oberen Schlossgasse beginnt, stellten die dortigen Bewohner der Grünen Zone ihre Autos gerne in der Seitengasse der Marchetstraße ab, und zwar an beiden Seiten der einbahngeführten Straße.
Schikane für Anrainer
"Halten und Parken verboten wegen Winterdienst von 1. November bis 31. März 2022" verhindert seit kurzem das Parken von etwa 15 Autos auf der linken Straßenseite. Die Anrainer dieses Straßenabschnitts (gebührenfrei) finden nun schwerer einen Parkplatz vor der Haustür und sprechen von "Schikane", zumal die Winterdienst in dieser Form erstmals eingerichtet wurde. "Das soll wohl für die Anrainer der angrenzenden grünen Zone ein Zwang sein, sich doch noch ein Parkpickerl zu kaufen und etwas mehr Geld in die Stadtkassa zu spülen."
Notwendig für Winterdienst
Den Vorwurf der Schikane oder der Geldbeschaffung weist Bürgermeister Stefan Szirucsek strikt zurück. Er spricht von Notwendigkeit. "Noch nie haben in diesem Straßenabschnitt so viele Autos geparkt, der Schneepflug muss aber immer ungehindert durchkommen. Es ist zu mühsam, wenn geparkte Autos den Winterdienst behindern." Die Anrainer wollen das Argument nicht akzeptieren. "Was ist in der Kornhäuselstraße, in der Schlossgasse im Bereich Schlosshotel Weikersdorf oder in der Isabellestraße? Kommt dort überall der Winterdienst durch? Wenn einem in der Schlossgasse der Citybus begegnet, muss man verkehrt zurückschieben, obwohl es eine Straße mit zwei Fahrbahnen wäre."
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