Bad Vöslau
FPÖ für Entlastungsstraße

Peter Gerstner vorne mit seinen Kandidaten Simone Hauer (Platz 3), Jessica Gullner (Platz 7), Ewald Mayer (Platz 2), Gerald Hein (Platz 4) und Markus Vuckovic (Platz 5)
  • Peter Gerstner vorne mit seinen Kandidaten Simone Hauer (Platz 3), Jessica Gullner (Platz 7), Ewald Mayer (Platz 2), Gerald Hein (Platz 4) und Markus Vuckovic (Platz 5)
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BAD VÖSLAU. Im Lokal gleich beim Vöslauer "Pferd", im Bierhof, lud die FPÖ zur Wahl-Pressekonferenz. 2015 wurden die Blauen zur drittstärksten Kraft im Gemeinderat gewählt. Spitzenkandidat Hufschmied Peter Gerstner meldet sich mit einem eigenen Vorschlag zur heiß umstrittenen Zentrumsgestaltung zu Wort. "Bevor wir noch das Zentrum verkehrsberuhigt gestalten, muss es eine Verkehrsentlastung geben."
Der Knackpunkt ist für ihn die Änderung des Verlaufes der B212 und allenfalls der Bau einer Entlastungstraße.

Gerstner prangert den "irrsinnigen Verlauf der B212" an, die nach wie vor das Vöslauer Zentrum durchschneidet. "Die B212 verläuft von Baden über Sooß nach Bad Vöslau. Beim Vöslauer Merkur-Kreisverkehr führt sie zur A2-Auffahrt Wr. Neustadt. An der Abfahrt Kottingbrunn verlässt sie die A2 und gelangt beim Kreisverkehr Lagerhaus von Süden über die Wr. Neustädterstraße zurück zum Schlossplatz und auf die Hochstraße Richtung Berndorf. Er spricht sich dafür aus, dass der Triestingtaler Verkehr bis Leobersdorf auf der Autobahn bleiben soll, sprich: die B212 bis Leobersdorf weitergeführt wird. "Falls nötig, sollte das Triestingtal eine Umfahrung bauen, dort wird ja auch der Verkehr, der Bad Vöslau zusätzlich belastet, verursacht."

Gerstner für Entlastungsstraße

Indirekt ist dieser Ansatz eine Wiederbelebung des Gedankens einer Gainfarn-Umfahrung - gestaltet als Gemeindestraße südlich von Gainfarn zur Aufnahme des Verkehrs von der Hochstraße. Diese Forderung erhebe die FPÖ bereits seit 2004. Gescheitert sind bisherige Überlegungen zur Entlastungsstraße an Studien durch das Land und an der Weigerung der Bauern, ihre Gründe zu verkaufen.

FPÖ gegen "Berner Modell"

Gerstner wendet sich gegen die von den Grünen und der Liste Flammer propagierte Lösung einer Begegnungszone nach "Berner Modell", das auf einem aktuellen Konzept des TU-Verkehrsexperten Dr. Harald Frey beruht. (Zur Erklärung: Schlüsselelement des Berner Modells ist in der Straßenraumgestaltung eine gleichrangige Beachtung aller Verkehrsteilnehmer - vom Fußgänger bis zum Lkw, ohne Ampeln und Verkehrszeichen)
Gerstner spricht auch davon, dass es sich keinesfalls um eine "geeinte Opposition" in Bad Vöslau handle. In Sachen Bebauungsplan, der mittels rund 1.000 Unterschriften aus der Bevölkerung kritisiert und schließlich zurückgestellt wurde, ist er für eine gründliche Überarbeitung.

Sommer: Liste Flammer-Versäumnisse bei Schloss Gainfarn

Dr. Franz Sommer, der mit dieser Gemeinderatsperiode seine lange politische Tätigkeit beendet, meldet sich ebenfalls zu Wort. Er erinnerte daran, dass die Renovierung des Schlosses Gainfarn (mit Konzertsaal) von der Liste Flammer nicht konsequent angegangen wurde. "Man hat verabsäumt, die Kontakte mit dem damaligen zuständigen Landesrat Wolfgang Sobotka zu pflegen, der sich für die Errichtung eines Musiklehrerausbildungszentrum in unserer Region ausgesprochen hat. Das Schloss Gainfarn war dabei im Gespräch, ebenso wie die Stadt Wr. Neustadt. Bis heute ist dieses Zentrum noch nicht errichtet, da könnte man wirklich Fördergeld holen." Wie ansonsten die 14 Millionen, die der Ausbau des Schlosses Gainfarn kosten soll, zustandekommen sollen, ist Sommer ein Rätsel.

Sommer: Hausgemachten Verkehr reduzieren

In Sachen Verkehr sprach auch er sich für die Entlastungsstraße aus, gestand aber auch zu, dass alle Studien ergaben, dass zwei Drittel des Vöslauer Autoverkehrs nur hausgemachter Individualverkehr aus den Ortsteilen Großau, Gainfarn und Bad Vöslau sei. "Eine gute Citybus-Lösung ist bestimmt hilfreich", so Sommer.

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Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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