Stellungnahme aus der Wirtschaft
Parkraumkonzept: Unternehmer machen weiter mobil

Unternehmer gehen gegen das neue Parkraumkonzept weiter auf die Barrikaden. Sitzung am 27. September in der Konditorei von Herwig Gasser am Hauptplatz
  • Unternehmer gehen gegen das neue Parkraumkonzept weiter auf die Barrikaden. Sitzung am 27. September in der Konditorei von Herwig Gasser am Hauptplatz
  • Foto: Maria Ecker
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

Folgendes Schreiben richten die Unternehmerinnen und Unternehmer in Baden an den Bürgermeister der Stadtgemeinde Baden, Stefan Szirucsek, an die Wirtschaftsstadträtin Carmen Jeitler Cincelli und an Vizebürgermeisterin Helga Krismer - mit dem Ersuchen, das seit 1. September in Kraft gesetzte neue Parkraumkonzept erheblich abzuändern. Hier das Schreiben im Wortlaut.

Nachdem ja aus unserem Kreis bereits vor vielen Wochen Bedenken bei der Einführung des Parkraumkonzeptes geäußert wurden und es zu einer Evaluierung desselben kommen soll, möchten wir erneut einige Punkte anführen, welche – unseres Erachtens – dringend einer Abänderung bedürfen:
Preise / Parkzonen: Die gewählten Preise in den Kurzparkzonen gehören mit zu den Teuersten in Österreich. Besonders die Innenstadtunternehmer sehen das mit wachsender Besorgnis. Zudem zahlt man Bearbeitungsgebühren beim Handyparken, welche in keiner Relation zur Gebühr stehen ( € 0,18 bei einer Gebühr von € 0,50 ?/Vergleich zu Wien: keine Kosten)
Preise Hauptwohnsitzkarten: Auch hier gehört Baden zu den teuersten Städten Österreichs – teuer als die Hauptstadt Wien. Ist das nötig?
Firmenparkkarten: Es muss Firmen die Möglichkeit gegeben werden, die für den Betrieb nötigen Fahrzeuge anzumelden und Parkkarten dafür zu erlangen. Lieferungen, Ab- und Zufahrten etc...
Auch Mitarbeiter müssen die Möglichkeit haben, in der Nähe des Firmenstandortes zu parken, wenn das KFZ betriebsnotwendig ist. Hier besteht die große Gefahr, dass gute Mitarbeiter den Unternehmen verloren gehen und/oder erst gar nicht zu arbeiten beginnen. Dadurch sind (Innenstadt) Unternehmer gezwungen Ihre Geschäftsöffnungszeiten zu reduzieren. Das wirkt sich natürlich auf die Kaufkraft und die Frequenz aus.
Willkommenskultur für Einkaufende: Die erste 1⁄2 Stunde ist kostenfrei und danach kann man noch 2,5 Stunden parken. Sonst ist mit einem großen Nachteil für die Gastronomie zu rechnen. Denn Kunden erledigen schnell die Einkäufe und gehen danach nicht essen/trinken/Kaffee trinken..
Eine Parkzone: Die Verwirrung ist momentan sehr groß, eventuell wäre ein Konzept mit lediglich 1 Zone und gleichen Zeiten möglich. Das müsste man natürlich professionell überprüfen lassen.
Badencard-Koppelung Parkzone: Die Innenstadtunternehmer wünschen sich „ein Goodie“ seitens der Stadtgemeinde für Inhaber der Badencard...mit dem Einkaufserlebnis bekommt man auch 1 Stunde Parken gratis...Hier könnte man ein tool des Stadtmarketings weiter und sinnvoll verwenden;
Kommunikation mit den Unternehmern: Angesichts der vielen Vorschläge und Erhebungen und auch dem angekündigten Evaluierungsprozess ist unverständlich, dass man seitens der Gemeinde nicht mit den Badener Bürgern und auch nicht mit den Unternehmern spricht;
Was fehlt/ hat gefehlt:

  • Einwohnerbefragung
  • Befragung von Geschäftsleuten/Wirtschaftstreibenden
  • Schaffung von Parkgaragen / Park & Ride- Systemen VOR der Einführung des Konzeptes
  • Schaffung von genügend Parkscheinen und Verkaufsstellen
  • Verhandlung mit den Betreiber der Park-apps, um eine Gebührenbefreiung zu erwirken
  • Leistbarer Parkraum/ Park/Ride-System für Mitarbeiter / Schüler / Lehrer mit der Möglichkeit
  • Schule und Betriebsstätte rechtzeitig zu erreichen
  • Erhebung wieviel Badener Ihre Autos tatsächlich benötigen (60% der Badener sind über 60
  • Jahre alt), wieviele Parkplätze gibt es, was macht man mit Pflegepersonal – die Verteuerung
  • dadurch für Badener ist auch enorm.
  • Evaluierung der Grenzen der Zonen: Viele Badener sind massiv unzufrieden, da nun nicht
  • mehr vor Ihren eigenen Häusern geparkt werden kann, weil da die vielen Einpendler parken. (Davor sind Parkplätze frei und danach ist alles zugeparkt)
  • Mitarbeiterparkkarten: Zudem ist anzumerken, dass der Zeitpunkt – nach Covid 19 oder vielmehr mitten drin, nicht gut gewählt ist für Unternehmer, welche zum Großteil gerade erst finanzielle Einbußen hinnehmen mussten und das Vorgehen der Stadtgemeinde diktatorisch und nicht demokratisch wirkt.

Wir ersuchen DRINGEND um die angekündigte Evaluierung!
Ulrike List
Geschäftsführende Gesellschafterin

Unterzeichnete Unternehmer und Unternehmerinnen: Herwig Gasser, Peter Haas, Erich Hanai, Gunnar Haberl, Steuerberatungskanzlei Lichtgrau, Monika Janke, Nadine Pernjak, Walter Golob, Michael Grossauer, Heinz Haberfeld, Andrea Vogl, Gerda Mossop, Bernhard Würfel, Claudia Autz, Markus Ruess, Christian Prokopp, Sabine Mühlbacher, Elisabeth Rotter, Eva Wörtz, Heinz Haberfeld, Michael Tröthandel, Sigi Kahlbacher, Johannes Hajek, Wolfgang Scheiblauer, Marie Ecker, Elisabeth Scheicher & Ulrike List

Hier geht es zu unserem Video von der Sitzung der Unternehmer am 27. September bei Herwig Gasser

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