22.06.2017, 10:07 Uhr

Auf den Spuren des Protestantismus in Baden

(Foto: Stadtgemeinde Baden)
BADEN. Auf die Spuren des Protestantismus begibt sich Dr. Rudolf Maurer am Mittwoch, 05.07.2017 um 19:00 Uhr. Auch in Baden fanden die Hammerschläge von Wittenberg sehr bald ihr Echo. In Traiskirchen wurde schon 1524 ein Kaplan verhaftet, der geheiratet hatte und gegen Ablass und gute Werke predigte. In Baden kam es 1527 zu ersten Ausschreitungen gegen das Augustinerkloster. Bis 1555 waren sich aber Richter und Rat, die meisten Bürger, der Pfarrer und sogar der uralte Kaplan Ludwig Schaur einig, dass die Tradition der Kirche gereinigt und zu ihren Anfängen zurückgeführt werden müsse, ohne mit ihr zu brechen. Dabei zeigte man große Toleranz: Auch ein Badener Bürgersohn, der Priester geworden war, geheiratet hatte und radikal protestantische Lehren vertrat, wurde von der Gemeinde mit Wissen der Pfarrgeistlichkeit an einer kleinen Kapelle angestellt. Erst seit den 1570er-Jahren ging es dann hart auf hart – im Wasserglas der Gemeinde entwickelte sich mehr als ein Krimi! Schließlich kam es zum Streit aller gegen alle, was den Untergang des Protestantismus in Baden zur Folge hatte. Bei aller Tragik der Ereignisse – für die heutigen Anhänger sowohl der „alten“ als auch der „neuen“ Lehre ist ein spannender Abend garantiert!
Mittwoch, 05.07.2017, 19.00 Uhr – Vortrag von Dr. Rudolf Maurer
Eintritt € 6,- (ermäßigt € 4,-)
Rollettmuseum, Weikersdorfer Platz 1, 2500 Baden
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