28.11.2016, 13:23 Uhr

"Doktorarbeit" Mindestsicherung?

Schon bei der Pressekonferenz, mit der die ÖVP-Abgeordneten des Bezirks die Kürzungen bei der Bedarfsorientierten Mindestsicherung verteidigten, zeigte sich das Schlamassel: Nicht einmal die Politiker, die sich für die neue Niederösterreich-Regelung stark machten, konnten adhoc alle Details erklären, die mit der Mindestsicherung zusammenhängen: Wieviele Berechtigte gibt es? Darf man geringfügig dazu verdienen? Darf man ein Auto haben? Wie ist das mit der Wohnbeihilfe? Und warum soll eine Familie mit zwei Kindern ebenso bei 1.500 Euro gedeckelt werden wie eine Familie mit vier Kindern?
Man darf es den Politikern nicht verübeln, wenn sie zum Thema Mindestsicherung keine "Doktorarbeit" schreiben wollen, dafür gibt es ja die Experten. So lange wir selbst diese Geldleistung nicht brauchen, wird es uns auch herzlich schnurz sein, wie es genau läuft. Schade nur, dass unsere Politik es nicht schafft, die Mindestsicherung einfach nachvollziehbar und über der Armutsgrenze zu gestalten.
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