13.10.2017, 13:53 Uhr

Neuartiges Gerät im Einsatz: Retter übten am Spineboard

MÖLLERSDORF. Der Verein spineboard.at mit den Trainern Martin Endl, Martin Thunshirn und Thomas Zoth führte in der Feuerwehr Möllersdorf eine zweiteilige Schulung durch, an der auch das Rote Kreuz Baden sowie der Arbeiter Samariterbund Traiskirchen-Trumau teilnahmen. Die Retter haben sich nämlich so ein Spineboard zur Rettung von Verunfallten angeschafft, und brauchten deshalb eine Einschulung.
Was ist nun ein Spineboard? Es handelt sich um ein Hilfsmittel zur Rettung verunglückter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Die Schulung durch den Verein zeigte den richtigen Umgang mit dem Spineboard und informierte über taktische Vorgehensweisen und die optimale Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Schulung war zweigeteilt: Zunächst ging es um Hintergrundinformationen - wie etwa das Auslesen der freigesetzten Energie an den Unfallfahrzeugen, Spuren am Einsatzort, Verletzungmuster und die Schnittstelle zwischen Feuerwehr und Rettungen. "Zusätzlich wurde besonders auf die Koordination, Kooperation und Kommunikation eingegangen", betont Martin Endl. Nach dem Vortrag konnten die Teilnehmer im Lehrsaal die Aufnahme mittels Spineboard vom Boden in Bauch- bzw. Rückenlage unter Anleitung der Trainer üben.

Danach fuhren alle auf das Übungsgelände, wo einige Unfallfahrzeuge aufgestellt waren. Hierbei wurde die Personenrettung aus einem PKW geübt. Die Teilnehmer wurden auf mögliche Gefahrenquellen als Innererretter aufmerksam gemacht. Weiters wurden Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Mannschaft sowie der Verunfallten aufgezeigt. Im Praxisteil wurde die Rettung mittels Spineboard aus einem Fahrzeug sowie alternative Rettungswege, wovon alle anwesenden Organisationen profitieren, geübt.

Im zweiten Teil der Schulung wurde am Übungsgelände die Rettung eines Verunfallten aus einem LKW geübt, natürlich mit Besprechung der Rettungstaktik. Denn bei einem Lkw müssen die Retter möglicherweise die Rettungshöhe reduzieren. "Wir haben mit dem Spineboard oft und oft geübt und viele neue Erkenntnisse gewonnen", waren sich die Rettungsleute nachher einig.
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