Einzelkämpfer mit Botschaft

MATTIGHOFEN (ebba). Vom typischen Hip Hop, der ohne Schimpfwörter nicht auskommt, hält er nichts. Auch mit Gangster-Rap kann er nichts anfangen. Maximilian Gann alias „Schakal“ schreibt lieber Texte, die eine tiefere Botschaft in sich tragen.

Anfang November hat der Mattighofner auf youtube das Video zu seinem neuen Song „Kriag im Herzen“ veröffentlicht. Darin rappt er gemeinsam mit dem bekannten Salzburger Rapper „Son Griot“ über tiefgreifende Inhalte. „Der Song handelt von Selbstmordattentätern und von Diskriminierungen. Er hat einen politischen Hintergrund und soll zu mehr Zusammenhalt animieren“, erklärt der 25-Jährige. „Wir wollen damit ein Zeichen gegen die grausamen Dinge setzen, die uns täglich über die Medien mitgeteilt werden.“

Die Reaktionen auf den Song sind „wahnsinnig gut. Was ich so höre, haben sich viele Leute damit identifizieren können. Wir haben knapp 1.000 Klicks in einer Woche erzielt.“ Das Musikvideo wurde von "Heston Films" produziert. Zirka zwei Stunden wurde gedreht. „In einem unbewohnten Haus in Mattighofen. Wir hatten viele Ideen für das Video. Was letzten Endes dabei rausgekommen ist, macht mich auf jeden Fall stolz.“

"Ich geb lieber meinen Senf dazu"

Inspiration für seine Texte holt sich der junge Mattighofner aus dem Leben. „Ich schreibe über Dinge, die mir passieren oder die mich beschäftigen.“ Aber nicht nur seine persönlichen Tiefpunkte oder Höhenflüge verarbeitet er in seinen Songs. Im Speziellen möchte er auf die politische Lage im Land aufmerksam machen. „Mir ist es als Künstler wichtig, dass ich nicht still da sitze, während unser Land im Umbruch ist. Ich geb lieber meinen Senf dazu. Mit „Kriag im Herzen“ wollte ich die Dinge kritisch und konstruktiv ansprechen.“

"Schakal" nennt er sich, „weil Schakale Einzelkämpfer sind. So sehe ich mich auch. Ich mach auch alles selber.“ Trotzdem mangelt es ihm nicht unbedingt an Unterstützung in der Rapper-Szene. Mit „Son Griot“ sind bereits mehrere Konzerte geplant, unter anderem am 9. Februar 2018 im Viper-Room in Wien. „Wir arbeiten gut zusammen. Er unterstützt mich, etwa bei der Vermarktung, und stellt mich vielen Leuten vor“, freut sich Maximilian.

Für den Winter hat er sich vorgenommen, ein Album zu schreiben. Mit seiner Musik das „ganz große Geld zu scheffeln“ zählt er allerdings nicht zu seinen Zielen. „Ich mache Musik, weil es meine Leidenschaft ist. Und so wie die Dinge gerade laufen, bin ich eigentlich schon sehr zufrieden.“

Link zum Video „Kriag im Herzen“: https://www.youtube.com/watch?v=yX855w1yy30

Fotos: Manfred Fesl

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