12.08.2014, 12:21 Uhr

Friedenssymposium zum 71. Todestag von Franz Jägerstätter

(Foto: Diözese Linz)
ST. RADEGUND. Bereits seit 30 Jahren versammeln sich Gläubige aus Italien, den USA, Deutschland, Holland und Österreich am Todestag des Seligen Franz Jägerstätter in St. Radegund und geben ein Bekenntnis zum Frieden ab. Am 9. August 1943 wurde der Bauer und Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter in Brandenburg ermordet. Zum Gedenkjahr an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kamen am 9. August 2014 Gäste aus den USA, um an den Kriegsdienstverweigerer des Ersten Weltkrieges, Ben Salmon, zu erinnern.

Internationale Gäste geladen
Der Theologe Michael Baxter war mit Elisabeth Salmon und der Friedensaktivistin Pat McSweeney nach Tarsdorf geladen worden, um einen Einblick in das Leben des amerikanischen Kriegsdienstverweigerers zu geben und Parallelen zu Franz Jägerstätter aufzuzeigen. Baxter hielt im Pfarrheim Tarsdorf seinen Vortrag vor dem internationalen Publikum, darunter auch die Tochter von Franz Jägerstätter Maria Dammer. Eine besondere Ehre war es, dass Ben Salmons Tochter, die 89-jährige Elisabeth Salmon, auch am Jägerstätter-Gedenken teilnahm und ihre Erfahrungen mit ihrem Vater schilderte. „Mein Vater war ein sehr humorvoller Mensch und das war offensichtlich auch seine Rettung“, so Elisabeth.

Seit 30 Jahren Jägerstätter-Gedenken
Seit rund 30 Jahren treffen sich jedes Jahr zum Todestag, Menschen aus der ganzen Welt, um an Franz Jägerstätter und sein Erbe zu denken. Zur Todesstunde um 16 Uhr kamen auch heuer Mitglieder der Familie Jägerstätter und über hundert Menschen aus Ländern der ganzen Welt in der Pfarrkirche St. Radegund zusammen. Das Gebet um den Frieden in der Welt stand dabei im Mittelpunkt. Den Gottesdienst am Abend leitete der Innbrucker Bischof Manfred Scheuer.

Mit einer Lichterprozession zum Grab von Franz und Franziska Jägerstätter wurde der Gedenktag am 9. August beschlossen.
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