20.11.2017, 14:50 Uhr

LESERBRIEF ...

... zum Artikel "Anwohner fühlen sich abgeschnitten" in der Ausgabe 46 (16./17.11.2017)

Safety first oder Sicherheit geht vor!

In St. Peter haben sich in den letzten Jahren an Bahnübergängen schreckliche Verkehrsunfälle ereignet. Das ist furchtbar und wenn es damals schon Lichtsignale bei den betreffenden Übergängen gegeben hätte, dann wäre so manches Todesopfer vermeidbar gewesen – der jetzige Ärger der Anrainer ganz bestimmt.
 Dass die ÖBB hier die einfachste und vermutlich auch billigste Variante wählt und die 
Übergänge schließt, ist aus Sicht der ÖBB durchaus verständlich. Dass die Entscheidungsträger der Politik die Verantwortung auf die ÖBB abschieben und den Menschen, die unmittelbar betroffen sind – nämlich den Anrainern – ausrichten lässt, es seien Ihnen die Hände gebunden, ist aus Sicht der Bürger dagegen weniger zu verstehen. 
Die hohe Politik ist sicher gut beraten, sich für eine schnelle, bessere Lösung einzusetzen – die betroffenen Einwohner sind es auf jeden Fall Wert.
Und wie ist es um die Sicherheit der zukünftigen Anrainer im Ort, für die Kinder von St. Peter bestellt? 
Der Fußweg vom Ortskern zum Kindergarten bzw. Freibad und von und zur Volksschule ist nur über eine steile Stiege, im Winter auch noch auf eigene Gefahr – sprich nicht geräumt–, zu bewältigen. Wie macht man das zum Beispiel mit einem Kinderwagen? Die jungen Mütter und Väter sind gezwungen, mit den Kinderwagen auf der Straße auszuweichen. 
Wenn ich meine Enkelkinder, die in St. Peter leben, vom Kindergarten bzw. der Schule abhole, dann kann ich oft beobachten, wie Autos und schwere Lkw knapp an Fußgängern mit Kleinkindern im Wagerl vorbei brausen.
 Wie man die steile Straße mit einem Rollstuhl hinunter bzw. hinauf kommt, ist mir ohnehin ein Rätsel.
 Selbstverständlich kann man keine neue Straße bauen, aber vielleicht die Stiege mit einer Rampe ausstatten, falls der Ortschef zuständig ist und ihm die Hände nicht gebunden sind. Safety first – oder geht Sicherheit doch nicht immer vor?

Leserbrief von
Dagmar Simböck, 
Ranshofen
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