Tödliche Attacke
Gericht spricht Hundehalterin aus Wilfleinsdorf frei
- Eine Rottweiler-Hündin attackierte eine Familie in Wilfleinsdorf.
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Ein Rottweiler attackierte und verletzte im Juli 2023 eine 52-jährige Frau und ihre beiden Enkelkinder beim Spazierengehen. Der Hund ist aus einem Garten in Wilfleinsdorf (Bruck/Leitha) entkommen. Die Großmutter verstarb im Oktober 2023 an den Verletzungen. Die 20-jährige Hundehalterin musste sich heute vor dem Bezirksgericht verantworten und wurde nicht rechtskräftig freigesprochen.
BRUCK/LEITHA. Der Richter begründete den Freispruch damit, dass das Entkommen des Hundes nicht vorhersehbar war. Die Einzäunung des Gartens sei völlig ausreichend gewesen, was auch von zwei unabhängigen Gutachten bestätigt wurde. Zudem habe die Angeklagte alles unternommen, um die Angriffe des Hundes zu verhindern. Es handele sich um einen tragischen Vorfall, der auf eine Reihe unglücklicher Umstände zurückzuführen sei, jedoch kein strafbares Verhalten der Angeklagten impliziere, so die Richter.
Im Juli des Vorjahres hatte der Rottweiler einen Zaun durchbrochen und eine 52-jährige Frau angegriffen, die mit ihren Enkelkindern spazieren ging. Rund drei Monate später erlag die Frau ihren schweren Verletzungen. Gegen die 20-jährige Tochter des Hundebesitzers wird seitdem wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.
- Die 20-jährige Angeklagte wurde vor Gericht nicht rechtskräftig freigesprochen.
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Hund aus Garten entkommen
Die Angeklagte berichtete am heutigen Donnerstag vor Gericht, dass sie an jenem Julitag mit dem Hund im Garten gespielt habe. Währenddessen sei der Hund durch einen 13 Zentimeter breiten Spalt aus dem Garten entwischen. Er sei dann zu zwei Frauen und fünf Kindern gelaufen, die spazieren gingen, und habe die 52-Jährige sowie die beiden Enkelkinder beschnuppert.
Die Angeklagte habe den Hund am Nacken gepackt und sich umgedreht, um mit ihm wegzugehen. In diesem Moment habe sie ein Geräusch gehört, das wie das Klatschen eines Schuhs auf dem Rücken des Hundes klang. Den zweiten Schlag habe sie dann direkt gesehen.
Zweijähriger wurde verletzt
Der Hund habe sich daraufhin losgerissen und den Zweijährigen gebissen. Die Angeklagte habe versucht, ihn zurückzuziehen und ihm ins Maul zu greifen, worauf der Hund von dem Kind abgelassen habe. Die Familie sei schließlich weggerannt. Auch die Angeklagte gab an, dass sie daraufhin in ihr Haus gelaufen sei, um eine Leine und einen Maulkorb zu holen.
In der Zwischenzeit habe die Hündin jedoch die 52-Jährige entdeckt, die sich in einem nahegelegenen Rohbau versteckt hatte, und sie attackiert. Die Angeklagte habe Schreie gehört und zusammen mit einer anderen Nachbarin den Hund abgedrängt. Dabei habe sie sich auf den Hund geworfen und ihm erneut ins Maul gegriffen. Weitere Nachbarn hätten schließlich die Rettung verständigt.
Das Urteil vom Donnerstag ist noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Bedenkzeit erbeten hat.
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