Migration geht uns alle an

Helga Longin mit Roman Kral von den Grünen, Katharina Benedetter von IOM und StR. Josef Newertal in Brüssel (vlnr).
  • Helga Longin mit Roman Kral von den Grünen, Katharina Benedetter von IOM und StR. Josef Newertal in Brüssel (vlnr).
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  • hochgeladen von Bianca Mrak

BRÜSSEL/BRUCK/L. Migration bedeutet Zuzug in Städte. Wöchentlich ziehen in der EU rund drei Millionen Menschen von ländlichen Gebieten in Städte. Deshalb tragen Städte auch die größte Last und Verantwortung bei der Bewältigung, unabhängig davon ob sie durch Fluchtbewegungen oder Arbeitsmigration entstehen. Mit Strategien zur Bewältigung dieser Aufgaben befasste sich eine europäische Konferenz der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Brüssel. Für Österreich vertraten dabei die drei niederösterreichischen Städte Bruck an der Leitha, Korneuburg und Tulln die Interessen kleinerer und mittlerer Kommunen.

Fluchtbewegung 2015

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits in Städten, bis zum Jahr 2030 soll der Anteil auf über 60% steigen. Eine Prognose, die immer mehr Kommunen vor große Herausforderungen stellt. Der Brüsseler Konferenz war ein internationales Projekt der IOM vorangegangen, an dem neben Städten wie Florenz, Mailand, Neapel, Bari, Bukarest, Warschau, Posen und Breslau auch Bruck, Tulln und Korneuburg in das Projekt involviert waren. Während Großstädte kontinuierlich mit Migration konfrontiert sind, lag bei den österreichischen Gemeinden der Fokus auf den Herausforderungen, die durch die Fluchtbewegung im Jahr 2015 entstanden waren.

Transparente Strukturen

Während größere Kommunen auf vorhandene Strukturen zurückgreifen können, mussten kleine Städte diese erst mit Freiwilligen und NGOs aufbauen. Helga Longin vom Verein "Unser Bruck hilft": "Für Bruck war das als Standortbestimmung sehr wichtig. Wo stehen wir, wie gehen andere Städte mit der Herausforderung um?" Einig waren die Teilnehmer, dass effektive Integrationsmaßnahmen soziale und finanzielle Investitionen sind. "Wir wünschen uns transparente Strukturen bei der Integrationsarbeit, alternative und flexible Bildungswege für Personen, denen der reguläre Bildungsweg verschlossen bleibt, klare Zuständigkeiten und Rollen mit wahrgenommenen Verantwortungen, sowie den politischen Willen und auch damit einhergehend entsprechende Finanzierungen der notwendigen Maßnahmen", so Longin.

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