Sperre der B10
Protest-Sternmarsch für eine lebenswerte Region

Anton (2) macht deutlich worum es geht.
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BEZIRK. Eine ganze Region fürchtet um den Erhalt ihrer Lebensqualität, der Widerstand gegen geplante Großprojekte wie die Breitspurbahn, Flughafen 3. Piste, Deponie Kalter Berg sowie die Hochleistungsbahn-Pläne der ÖBB mehrt sich. Karl Havlicek, Obmann vom VEG, Verein zur Erhaltung und Verbesserung des Lebensraumes Gallbrunn, bündelte nun die Kräfte aller beteiligten Bürgerinitiativen und organisierte Freitag pünktlich zum Berufsverkehr um 17 Uhr, einen Protest-Sternmarsch an der Bundesstraße B10.

Recht auf Information

"Wir sind keine Berufsdemonstrierer und wollen es auch nicht werden. Aber wir sind empfindlich, wenn man die einfachen Bewohner der Dörfer und deren Meinungen und Ängste offenbar nicht ernst nimmt. Da kann es schon sein, dass die demokratischen Rechte wieder eingefordert werden", so Karl Havlicek der dabei "umsichtig und maßvoll, wie es auf unsere Dörfer passt" bleiben will. "Die Bürgerinitiativen der Region wollen nun gemeinsam dieses Recht auf Information mit einem Sternmarsch einfordern und nicht einfach ‚überfahren‘ werden."
Dem Aufruf des VEG, der BILEF - BIKAB, SchwaRau, Unser Trautmannsdorf und anderen lokalen Bürgerinitiativen folgten nach inoffiziellen Schätzungen rund 1.300 bis 1.500 Personen. An vier Treffpunkten in Enzersdorf, Gallbrunn, Margarethen und Schwadorf trafen die Teilnehmer ein um dann zum Kreisverkehr an der B10 zu marschieren. "Als gebürtiger Gallbrunner ist es natürlich meine Pflicht, an diesem Marsch teilzunehmen", stellt Rechtsanwalt Dr. Josef Sailer aus Bruck an der Leitha fest. Auch Windens Bürgermeister NR Erwin Preiner, Brucks Grünen-Chef Roman Kral, Gemeinderätin Christa Wendelin von den Grünen Parndorf mit Johan Rosman sowie Dr. Peter Liehl von "ÜBERsLEBEN" in Parndorf ließen sich den Protestmarsch nicht entgehen.
"Wir wollen mit unserer Protestmarsch-‚Bewegung‘ die Ziele der ‚Fridays for future‘-Bewegung unterstützen", denkt Karl Havlicek über eine baldige Wiederholung des Protestmarsches nach.

Rettungshubschrauber-Einsatz

Trauriges Detail am Rande des Protestmarsches: Während der Kundgebung am Kreisverkehr brach ein siebenjähriger Bub zusammen und litt unter Krampfanfällen. Der anwesende Notarzt forderte sofort die Rettung und den ÖAMTC-Rettungshubschrauber an, der den Buben nach der Stabilisierung in ein Spital flog. 

Fotos: © bme

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