Back-Tipps vom Profi
Mit diesen Tricks gelingen dir die perfekten Weihnachtskekse

Weihnachtskekse: Es gibt sie in allen möglichen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen.  | Foto: Symbolfoto: Unsplash
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Es gibt sie in allen möglichen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. In der Adventszeit wird gerne mal der oder andere Weihnachtskeks gegessen. Und auch das Backen selbst ist aus so manch burgenländischem Haushalt nicht mehr wegzudenken. MeinBezirk wollte es genau wissen und hat mit Konditorin Sonja Krispel aus Zemendorf über die Kunst des Keksebackens gesprochen.

ZEMENDORF. Seit ihrer Kindheit backt Sonja Krispel gerne. Mit ihrer Oma hat sie viele Sachen ausprobiert und schon von Klein auf fleißig mitgeholfen. Statt Geschenke gab es immer Süßes und Torten von Sonja für ihre Freundinnen, Freunde und Familie. Schließlich hat sie sich dazu entschlossen, den Grundkurs für Konditorinnen und Konditoren abzulegen und ihre Leidenschaft zum Nebenberuf zu machen. Viele Jahre lang hat sie Kekse gebacken und auch verkauft. Sie ist also eine wahre Expertin, was die Weihnachtsbäckerei betrifft.

MeinBezirk hat mit Konditorin Sonja Krispel aus Zemendorf über die Kunst des Keksebackens gesprochen. | Foto: Krispel
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So gelingt der Weihnachtskeks garantiert

MeinBezirk wollte von der Zuckerbäckerin wissen, was den perfekten Weihnachtskeks ausmacht. Ihre Antwort: "Ein mürber Teig mit zartem Buttergeschmack und eine gute Balance von Fülle und Verzierung, mit viel Liebe gemacht." Das A und O seien laut Krispel dabei hochwertige Zutaten, allen voran echte Butter. "Wer auf Qualität achtet, bekommt automatisch zarte und geschmackvolle Kekse", erklärt Krispel. Und für die MeinBezirk Leserinnen und Leser verrät sie auch einen besonderen Trick, wie die Weihnachtskekse garantiert gelingen: "Mit Herz und Leidenschaft backen, dann werden die Kekse automatisch gut. Beim Dekorieren gibt es keine Grenzen, entscheidend ist, dass es einem selbst gefällt."

Der Ursprung der Weihnachtskekse
    Die Tradition des Backens zur Winterzeit geht möglicherweise auf die Kelten zurück, die Fladen aus Getreide und Honig als Opfergaben backten, um böse Geister zu vertreiben und als Opfergabe für Götter zu dienen. Im Mittelalter begannen dann Mönche Gebäck herzustellen, um die Geburt Jesu zu feiern. Wobei Lebkuchen und Stollen entstanden. Die vielen Gewürze haben nicht nur eine geschmackliche, sondern auch eine symbolische Bedeutung. Sie sollen an die Geschenke der Heiligen Drei Könige erinnern. Die ersten Keksausstechformen wurden im 18. Jahrhundert von amerikanischen Blechschmieden hergestellt.
Ein Kilogramm Weihnachtskekse kosten heuer im Durchschnitt um die 50 Euro. | Foto: Krispel
  • Ein Kilogramm Weihnachtskekse kosten heuer im Durchschnitt um die 50 Euro.
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Wertvolle Tipps rund ums Backen und lagern

Damit beim Backen keine Fehler passieren, hat Sonja Krispel ebenfalls die passenden Tipps auf Lager. "Den Teig immer rasch verkneten und die Kühlzeiten einhalten, am besten über Nacht. Wenn der Teig zu lange geknetet wird, dann werden die Kekse hart und sind nicht mehr mürbe. Bei zu langem Backen sind die Kekse zuerst im heißen Zustand noch weich und danach steinhart. Mein Tipp um das zu vermeiden: Immer eine Probe backen und die Zeit genau einstellen. So passiert es nicht, dass man die Kekse vergisst", verrät Krispel.

Laut Falstaff liegen Vanillekipferl mit 54,8 Prozent auf der Beliebtheitsskala in Österreich auf Platz 1. | Foto: Krispel
  • Laut Falstaff liegen Vanillekipferl mit 54,8 Prozent auf der Beliebtheitsskala in Österreich auf Platz 1.
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Auch für die richtige Lagerung kennt die Konditorin einige Tricks. So sollte man die Kekse luftdicht, trocken und bei Zimmertemperatur aufbewahren. Bei verzierten Keksen hilft ein Blatt Backpapier zwischen den Lagen, damit alles schön bleibt. "Aber ehrlich gesagt: Bei uns halten die Kekse sowieso nie lange. Sie sind meist noch vor Weihnachten aufgegessen", merkt Krispel mit einem Schmunzeln an.

Die Lieblingskekse der Bevölkerung

Der Lieblingskeks der Zuckerbäckerin ist ganz klar der Lebkuchen mit einer Füllung aus Powidl und getrockneten Früchten. "Da kann ich nicht widerstehen", verrät Krispel. In ihrer Familie gibt es auch ein gelingsicheres Lebkuchenrezept, das sofort nach dem Backen weiche Lebkuchen liefert. Und das ganz ohne Backen. "Die Geheimzutat ist ganz einfach: Butter."

Weltweit gibt es über 20.000 verschiedene Kekssorten. | Foto: Krispel
  • Weltweit gibt es über 20.000 verschiedene Kekssorten.
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Die Lieblingskekse ihrer Kundinnen und Kunden sind die Klassiker wie Vanillekipferl, Linzer, gefüllter Lebkuchen, Nougatkipferl, Rumkugeln und natürlich das Burgenländer Kipferl. Doch neben den klassischen Keksen gibt es auch immer wieder Trends, an denen die Konsumentinnen und Konsumenten Gefallen finden. Aktuell liegt laut Krispel Pistazie voll im Trend, wohl beeinflusst durch den Dubaikschokoladen-Trend. "Kekse mit besonderen Zutaten kommen aber immer gut an", so die Konditorin.

Was ist dein Lieblingskeks zur Weihnachtszeit?

Derzeit auf Torten spezialisiert

Momentan verkauft Sonja Kripsel keine Kekse mehr, da die gestiegenen Lebensmittel- und Energiekosten es leider nicht mehr rentabel machen und auch aus Zeitgründen, da sie ihr Konditorgewerbe nur nebenberuflich ausübt. "Sollte sich die Lage diesbezüglich entspannen, kann ich mir durchaus vorstellen, wieder Kekse zu backen." Im Moment hat sie sich auf Hochzeitstorten und Geburtstagstorten spezialisiert.

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