Weltmilchtag mal anders
Sojadrink selbst gemacht im Burgenland-Stil
Am Weltmilchtag steht Milch im Mittelpunkt – doch MeinBezirk zeigt, warum ein selbstgemachter Sojadrink aus burgenländischen Sojabohnen die ideale vegane, laktosefreie und regionale Milchalternative ist – für all jene, welche auf tierische Produkte oder Laktose verzichten möchten.
BURGENLAND. Am 1. Juni ist Weltmilchtag – ein Tag, an dem weltweit Milch als gesundes Naturprodukt gefeiert wird. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für eine vegane Ernährung oder leiden an Laktoseintoleranz. Genau hier setzt das Burgenland an: Zwar ist es kein typisches Milch-Bundesland, zählt aber zu den führenden Regionen bei der Sojaproduktion in Österreich – und bietet damit eine ideale, regionale, vegane und laktosefreie Milchalternative.
- Die Sojabohne enthält eine Vielzahl an wichtigen pflanzlichen Einweiß- und Mineralstoffen.
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Milchproduktion im Burgenland
Die Zahl der Milchbäuerinnen und -bauern im Burgenland ist laut Agrarmarkt Austria (AMA) 2024 weiter gesunken – von 71 auf 68 Milchviehbetriebe. Gründe sind steigende Anforderungen durch EU-Bio-Verordnungen, strengere Tierwohlstandards sowie klimatische Veränderungen, erklärt die Landwirtschaftskammer Burgenland dazu. Besonders betroffen ist die Bio-Milchproduktion: Nur noch drei Bio-Milchviehbetriebe zählte das Burgenland Ende 2024.
Trotz der geringen Anzahl zählen die Betriebe zu den leistungsstärksten in Österreich. Mit durchschnittlich 45 Kühen pro Betrieb (Österreich: 24) und 9.437 Kilogramm Milchleistung pro Kuh (4,32 Prozent Fett, 3,43 Prozent Eiweiß) belegt das Burgenland einen Spitzenplatz. Ein Betrieb lieferte 2024 im Schnitt 336.951 kg Milch an die Molkereien. Bio-Milch machte rund fünf Prozent der Gesamtmenge aus. Der Trend zur Digitalisierung hält an: Neun Betriebe setzten Ende 2024 auf automatische Melksysteme (AMS).
Burgenländischer Soja als regionale Milchalternative
Während die Milchproduktion stagniert, wächst der Sojaanbau im Burgenland. Mit 27.100 Hektar Anbaufläche ist die Sojabohne nach Getreide die zweitwichtigste Kultur im Burgenland – im Bio-Anbau sogar die Nummer eins. Über 14.200 Hektar werden biologisch bewirtschaftet, das entspricht mehr als 50 Prozent Bioanteil.
Wer also am Weltmilchtag auf Milchprodukte verzichtet, findet in burgenländischem Soja eine nachhaltige Lösung: Klimafreundlich, Bio-zertifiziert, vegan, laktosefrei und regional.
Sind wirklich mehr Menschen laktoseintolerant?
Der Eindruck, dass heute mehr Menschen an Laktoseintoleranz leiden, ist ein Mythos. Tatsächlich hat sich nicht die Zahl der Betroffenen stark erhöht, sondern die Diagnoseverfahren sind heute genauer und leichter zugänglich. Viele Unverträglichkeiten wurden früher einfach nicht erkannt oder fälschlich anderen Ursachen zugeordnet.Die Gründe für den Verzicht auf Milchprodukte sind vielfältig: vegane Lebensweise, Laktoseintoleranz, Hautprobleme durch Milch und vieles mehr. Trotzdem bleibt Milch für viele eine wichtige Eiweiß- und Calciumquelle. Wer darauf verzichtet, sollte verstärkt auf calciumreiche pflanzliche Lebensmittel setzen, etwa Brokkoli, Spinat, Sesam, Mandeln, Tofu oder Mineralwasser mit Calcium.
- Die gefragteste Alternative zu Milch ist in Österreich der Haferdrink.
- Foto: LK Steiermark/Burgenland
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Die Sojabohne liefert zudem wertvolles pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Magnesium, Eisen, Zink und Isoflavone – sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem den Cholesterinspiegel senken und das Herz-Kreislauf-System unterstützen können. Sojabohnen aus dem Burgenland sind direkt ab Hof, auf Bauernmärkten oder in Supermärkten erhältlich. MeinBezirk zeigt dir ein einfaches Rezept für einen selbstgemachten Sojadrink – perfekt für deinen Kaffee oder als pflanzlicher Milchersatz im Alltag.
- MeinBezirk erklärt dir, wie du schnell und einfach deinen eigenen Sojadrink herstellen kannst.
- Foto: ROBIN WORRALL auf Unsplash
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Schnelles Rezept für Sojadrink
Die Sojabohne ist nicht nur nährstoffreich, sondern auch äußerst vielseitig in der Küche einsetzbar – besonders als pflanzliche Milchalternative. Mit diesem einfachen Rezept kannst du einen cremigen, veganen Sojadrink ganz leicht selber machen.
Zutaten:
250 Gramm getrocknete Sojabohnen
750 Milliliter Wasser (plus Wasser zum Einweichen)
- Sojabohnen haben einen hohen Gehalt an pflanzlichen Eiweiß.
- Foto: LK Steiermark/Burgenland
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Zubereitung – Schritt für Schritt:
- Sojabohnen einweichen: Die Sojabohnen über Nacht in reichlich Wasser im Kühlschrank einweichen, damit sie gut aufquellen.
- Mixen: Am nächsten Tag die eingeweichten Bohnen abgießen und mit frischem Wasser mixen.
Tipp: Faustregel – eine Tasse Sojabohnen auf drei Tassen Wasser. Weniger Wasser ergibt eine cremigere Sojamilch. - Abseihen: Den Mix durch ein feines Sieb oder Passiertuch in einen Topf abgießen. Die Rückstände im Tuch nennt man Okara – es ist eiweißreich und kann etwa für Bratlinge, Aufstriche oder zum Backen verwendet werden.
- Kochen: Die abgeseihte Sojamilch bei mittlerer Hitze 18–20 Minuten kochen und regelmäßig umrühren. Den entstehenden Schaum mit einem kleinen Sieb abschöpfen.
- Abfüllen & Lagern: In sauber ausgekochte Flaschen füllen, gut verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Der selbstgemachte Sojadrink hält etwa ein bis zwei Wochen.
Extra-Tipp
Wer möchte, kann die Sojamilch nach dem Kochen mit Datteln, Vanille, Zimt oder einer Prise Salz verfeinern – je nach Geschmack.Das könnte dich auch interessieren:
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