ÖWM-Wertschöpfungsstudie
Wein als Treiber von Burgenlands Landwirtschaft
- Das Burgenland profitiert erheblich vom heimischen Weinbau, wie eine aktuelle Wertschöpfungsstudie zeigt.
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Rund 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion im Burgenland entfallen auf den Weinbau – ein klarer Beweis für die Bedeutung des burgenländischen Weins. MeinBezirk fasst die Ergebnisse der aktuellen Wertschöpfungsstudie, im Auftrag der Österreichischen Wein Marketing GmbH (ÖWM) kurz zusammen.
BURGENLAND. Ob Blaufränkisch, Uhudler, Zweigelt oder Weißburgunder – Wein wird seit Jahrhunderten im Burgenland gekeltert. Bei einer Fahrt durch das sonnigste Bundesland Österreichs erstrecken sich Weingärten über die Landeschaft. Das Burgenland ist Österreichs zweitgrößtes Weinbaugebiet und vom Wein selbst profitieren weit mehr als nur die Weinbäuerinnen und Weinbauern.
- Nicht nur der Weinbau profitiert durch die Weinproduktion im Burgenland.
- Foto: Stefan Schneider
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Die Ergebnisse der aktuellen Wertschöpfungsstudie, die die Economica GmbH im Auftrag der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) durchgeführt wurde, zeigen, fast 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion im Burgenland entfällt auf den Weinbau. Gastronomie, Handel, Tourismus und andere Branchen profitieren von der Weintradition des Burgenlandes.
Heimische Weinwirtschaft in Zahlen
Die österreichische Weinwirtschaft sicherte 2023 mehr als 68.000 Arbeitsplätze und generierte eine Bruttowertschöpfung von 3,8 Milliarden Euro – 0,9 Prozent der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung. 1,2 Milliarden Euro wurden allein durch den Wein in die Staatskassen gespült. Viele andere, eng mit dem Wein verbundene Branchen, etwa die Gastronomie, der Handel oder der Tourismus, konnten daraus einen Vorteil ziehen.
- Im Jahr 2023 betrug die Bruttowertschöpfung 246,1 Millionen Euro, was 2,5 Prozent der gesamten burgenländischen Wirtschaftsleistung.
- Foto: Pixabay/Symbolbild
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1,2 Milliarden Euro wurden allein durch den Wein in die Staatskassen gespült. Konkret gehen davon 35 Prozent, also 403 Millionen Euro an den Bund, zwölf Prozent (137,5 Millionen) an die vier großen Weinbundesländer. Das größte Weinbaugebiet ist Niederösterreich, gefolgt vom Burgenland, dann Wien und die Steiermark. Weitere 96 Millionen Euro an Steuern und Abgaben der österreichischen Weinwirtschaft entfallen auf die restlichen Bundesländer.
„Der Weinbau ist weit mehr als landwirtschaftliche Produktion. Er fungiert als wirtschaftliche und gesellschaftliche Lebensader und sichert die Attraktivität vieler Gegenden.“
Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbands.
Die Studie richtet daher den Fokus insbesondere auf die vier genannten Weinbundesländer. Dort erzielen vordergründig Handel, Gastgewerbe und Tourismus mit einer Bruttowertschöpfung von insgesamt über zwei Milliarden Euro deutlich höhere Werte als in den übrigen Bundesländern.
Burgenland: Wein, wohin das Auge reicht
2.736 Weingärten und 11.986 Hektar Weingartenfläche: dies macht Burgenland zum zweitgrößten Weinbundesland Österreichs. 6.010 Arbeitsplätze, also 4,2 Prozent aller Beschäftigten im Burgenland, entfallen auf den Weinbau. Nicht nur als Arbeitsgeber hat die Weinwirtschaft im Burgenland eine bedeutende Rolle.
- Uhulder, Weißburgunder, Blaufränkisch oder Ruster Ausbruch: Die Weinkultur ist tief in der Geschichte des Burgenlandes verwurzelt.
- Foto: Robert Herbst
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Laut der Wertschöpfungsstudie betrug die Bruttowertschöpfung 246,1 Millionen Euro im Jahr 2023, was 2,5 Prozent der gesamten burgenländischen Wirtschaftsleistung entspricht – das ist der höchste Wert aller vier Weinbundesländer. 8,2 Millionen Euro wurden durch die Weinwirtschaft an Steuern und Abgaben auf regionaler Ebene geleistet.
Zudem hat der Weinbau im Bundesländer-Vergleich die höchste Bedeutung für die landwirtschaftlichen Produktion – mit einem Beitrag von 29,5 Prozent. Das Burgenland macht sich zudem als wichtige Ausbildungsstätte rund um die Weinproduktion einen Namen. Die Weinakademie sowie die FH Burgenland genießen internationales Ansehen in der Wein-Branche.
Unterstützung für Weinbau gefordert
Um die Weinwirtschaft nicht zuletzt im Burgenland zu bewahren und als Wirtschaftsmotor und Arbeitgeber zu erhalten, wird von ÖMW "ein klares Bekenntnis der Politik" gefordert. Der Weinbau in Österreich braucht nicht nur Anerkennung, sondern auch strategische Unterstützung, so ÖWM-Geschäftsführer Chris Yorke.
- Das Burgenland ist mit insgesamt 2.736 Weingärten und 11.986 Hektar Weingartenfläche das zweitgrößte Weinbundesland Österreichs.
- Foto: Stefan Schneider
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„Unser Ziel ist es, durch das Aufzeigen der Wertschöpfung zu einer Wertschätzung gegenüber dem zu kommen, was die über 10.000 heimischen Weinbaubetriebe, die zu 95 Prozent in Familienhand sind, tagtäglich leisten.“
Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbands.
Heimische Weinbaubetriebe seien insbesondere durch rekordhohe Produktionskosten, rückläufigen Weinkonsum, überbordende Bürokratie und zunehmenden internationalen Wettbewerb stark gefordert. Daher wird speziell gefordert, dass sich der Bund wieder finanziell an der ÖWM beteiligt, wie es andere Weinbauländer bereits tun.
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