April-Arbeitsmarkt im Burgenland
84,3 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr

Das Corona-Virus ist weiter die bestimmende Komponente am Arbeitsmarkt, stellt AMS-Chefin Helene Sengstbratl fest.
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  • hochgeladen von Christian Uchann

Das Corona-Virus hat den Arbeitsmarkt weiter fest im Griff: 13.569 Menschen sind arbeitslos – das sind um 84,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings stabilisiert sich die Situation im Vergleich zum März.

BURGENLAND. „Corona ist zurzeit die bestimmende Komponente am Arbeitsmarkt“, bringt AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Punkt.

Jennersdorf: +154 Prozent Arbeitslose

Das Burgenland verzeichnet im April 13.569 Arbeitslose, das sind 6.205 mehr als im April des Vorjahres. Die Krise trifft alle Regionen stark, insbesondere Jennersdorf (+154 Prozent Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr) sowie Neusiedl (+100 Prozent).

Enormer Zuwachs bei Jugendlichen und Ausländern

Etwas stärker betroffen sind Frauen (+86 Prozent Arbeitslose) als Männer (+83%). Besonders bei den Jugendlichen bis 24 Jahren (+120 Prozent) und den Ausländern (+122 Prozent) ist der Zuwachs enorm.

Fremdenverkehr besonders betroffen

Alle Berufe verzeichnen einen starken Anstieg in der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr, absolut betrachtet trifft es folgende Branchen am stärksten:  Fremdenverkehr (+1.279 Arbeitslose), Büro (+ 814), Hilfsberufe (+ 636), Handel (+591) sowie Bau (+ 527).

Nachfrage nach Arbeitskräften stark gesunken

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 34 Prozent weniger gemeldet, insbesondere im Fremdenverkehr ist der Rückgang mit -185 Stellen stark. Es gibt starke Einbrüche im Bereich Handel (-71 offene Stellen im Vergleich zum April 2019). Ein Plus von 71 gemeldeten Stellen verzeichnen die Hilfsberufe.

Betriebe beginnen wieder zum Arbeiten

Das AMS Burgenland weist in einer Aussendung auch darauf eine Stabilisierung der Situation hin. Die Kurzarbeit wirkt und die Lockerungsbestimmungen bewirken, dass die Betriebe wieder zum arbeiten beginnen. Das AMS Burgenland vermittelt wieder intensiver. So konnte ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit im April verhindert werden (-245 bzw. -1,8 Prozent sind es im Vergleich zum Vormonat.)

Mehr als eine Million Euro für die Kurzarbeitsbeihilfe ausbezahlt

„Über 3.000 burgenländische Unternehmen haben die Kurzarbeit beantragt. Das AMS hat inzwischen 2.600 Anträge genehmigt. 130 Firmen haben die erste Teilzahlung schon auf ihrem Konto. Insgesamt wurde bereits eine Million Euro ausbezahlt,“ zeigt sich Sengstbratl davon überzeugt, dass Kurzarbeit eine wirksame Hilfe zur Sicherung der Beschäftigung ist.

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