14.10.2014, 16:30 Uhr

Herbstzeit, Erkältungszeit

Mit Arzt dauert eine Erkältung sieben Tage, ohne Arzt eine Woche. (Foto: Mesi)

Hausmittel können den Körper unterstützen und die Symptome lindern

NATTERNBACH (medu). Bei Erkältungen sollte man sich daran erinnern, was Mama oder Oma bei Erkältungen ihrer Kinder gemacht haben. „Da wäre zuallererst das Vollbad – entweder mit eigener Kräutermischung oder mit medizinischen Badeextrakten auf pflanzlicher Basis aus der Apotheke. Anschließend Bettruhe!“, rät die Kräuter- und Gemüsepädagogin Angela Panhölzl aus Natternbach. „Der Geruch der aufgeschnittenen Zwiebel auf dem Nachtkästchen beruhigt die Nasenschleimhäute während des Schlafens. Tee aus Spitzwegerich, Thymian, Lungenkraut, Salbei, Holunderblüten, Königskerzenblüten oder Schlüsselblumenblüten unterstützt den Heilungsprozess“, so die Expertin weiter. Glücklich kann sich jener schätzen, der einen lieben Menschen hat, der einem eine dampfende Hühnersuppe oder Tee kocht, wenn die Erkältung einen voll im Griff hat. Denn es ist nachgewiesen, dass die mit Patscherl, Wickel und Co verbundene Zuwendung und aufmunternden Worte die Selbstheilungskräfte stärken.
Panhölzl empfiehlt, in Erkältungszeiten Immunkräfte stärkende Lebensmittel zu essen.

Propolistropfen auf Brotwürferl
Hilft prophylaktisch; stärkt das Immunsystem. So geht’s: Täglich einige Tropfen Propolis auf einem Bissen Brot gut kauen. Ebenso helfen Immunkräfte stärkende Lebensmittel, Honig und Gewürze

Ansteigendes Fußbad
Hilft bestens eine beginnende Erkältung abzufangen. So geht’s: Einen Teeauszug aus Kräutern wie Thymian, Oregano, ev. Hollerblüten, Lindenblüten, Pfefferminze bereiten. Eine Fußbadewanne (besser noch einen großen Bottich) bis eine Handbreit unters Knie mit ca. 32 °C warmem Wasser füllen. Im Laufe einer viertel Stunde langsam heißes Wasser zufließen lassen bis ca. 40 bis 42 °C erreicht sind. 5 min im nun sehr warmen Wasser bleiben. Abtrocknen, warm einpacken und eine halbe Stunde ruhen. Bei Krampfadern und Venenproblemen strengstens verboten!
Ebenso hilft ein Vollbad

Zwiebelsalbe
Hilft Schnupfnasen. So geht’s:
Kleingeschnittene Zwiebeln in BIO-Schweinefett 20 min. köcheln lassen, 1 TL Bienenwachs dazugeben und abseihen. Erkaltete Creme auf die Brust auftragen, Tuch drüber. Ebenso hilft Majoran-Schnupfensalbe

Rettichsaft
Hilft gegen Husten. So geht’s: Einen großen schwarzen Rettich aushöhlen, mit Kandiszucker oder Honig füllen und nach drei bis fünf Stunden ist der Hustensaft fertig. Zweimal täglich einen Löffel nehmen.
Ebenso hilft Tee aus Spitzwegerich, Thymian, Lungenkraut, Salbei, Holunderblüten, Königskerzenblüten oder Schlüsselblumenblüten sowie Hustensaft aus Spitzwegerich, Tannenwipfeln, Huflattichblättern und Thymian.

Essigpatscherl
Hilft gegen Fieber. So geht’s: Einen Schuss Essig in eine Tasse Wasser, ein Tuch eintauchen und auf die Fußsohlen auflegen. Den Fuß mit Plastik umwickeln und Socken drüberziehen – nach einiger Zeit erneuern. Ebenso helfen Wadenwickel und Krenkette.
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