22.09.2014, 12:00 Uhr

Weltbrustkrebstag: Früherkennung erhöht Heilungschancen

Brustkrebs ist in Österreich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken hierzulande knapp 5000 Frauen.

EFERDING (medu). Rund 1600 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Krankheit – das sind knapp 30 Prozent der Krebstodesfälle bei Frauen. Brustkrebs kann jedoch in seltenen Fällen auch Männer betreffen. Seit 1985 zeigt die Statistik einen sprunghaften Anstieg der Neuerkrankungen und eine Stagnation auf hohem Niveau in den letzten zehn Jahren. Anna Brucker, Gynäkologin aus Eferding erklärt sich diese Zahlen als multifaktorelles Geschehen, das sich aus Umweltfaktoren, Stress und hormonähnlichen Substanzen, die in Konservierungsmitteln in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden, zusammen setzt. Besonderes Augenmerk wird auf die genetische Vorbelastung gelegt. Umso erfreulicher ist es, dass die Statistik aber auch eine kontinuierlich sinkende Zahl der Brustkrebs bedingten Todesfällen zeigt. Immer weniger Frauen, die an einem Mammakarzinom, also an bösartigen Tumoren der Brustdrüse, erkranken, sterben auch daran.
Entscheidend ist die möglichst frühe Diagnose. Je eher eine Veränderung an der Brust beobachtet und vom Arzt und/oder im Zuge einer Mammografie medizinisch abgeklärt wird, desto eher kann eine Behandlung beginnen. Die Chance auf vollständige Heilung steigt.
Erwiesen ist, dass das Stillen von Säuglingen einen protektiven Effekt auf die Brustgesundheit hat. Brucker empfiehlt ihren Patientinnen weiters, sich einmal monatlich die Brust selbst abzutasten. Bei Anzeichen wie neuerdings ungleich großen Brüsten, eingezogenen Brustwarzen oder Hautveränderungen (Dellen, Verhärtungen) darum, wasserklare oder blutiger Austritt von Flüssigkeit aus einer Brustwarze oder nicht abklingende Rötungen der Brust sollte der Arzt aufgesucht werden – bei ertasteten Knoten in Brust und/oder Achselhöhlen sowieso. Der beste Zeitpunkt für diese Selbstuntersuchung ist nach der Monatsblutung, wenn die Brust am entspanntesten ist.
So gut das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm des Bundesministeriums ist, die regelmäßige Selbstuntersuchung bringt eine intensivere Auseinandersetzung der Frauen mit der eigenen Gesundheit. Jährliche Kontrollen beim Gynäkologen des Vertrauens sowie die Einladungen zur Mammographie sollten ernst genommen werden.
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