12.04.2017, 17:02 Uhr

Nach 120 Minuten 4:4 – Nervenaufreibender Cup-Fight in St. Marienkirchen an der Polsenz

Sankt Marienkirchen an der Polsenz: Polsenzstadion | Union Pettenbach lieferte sich mit OÖ-Ligist ASV St. Marienkirchen an der Polsenz spannenden Fight

Etwa 350 Zuseher ahnten vor Spielbeginn noch nicht welche Dramatik auf Sie zukam. An Spannung kaum zu überbieten trennten sich der ASV St. Marienkirchen an der Polsenz und die Union Pettenbach im Baumgartner Stadion mit 5:3 im Elfmeterschießen.

Der OÖ-Ligist empfing vergangenen Dienstag den aktuellen Tabellenführer der BTV Landesliga West, die Union aus Pettenbach. Während die Heimelf aus St. Marienkirchen in der OÖ-Liga noch Abstiegssorgen beschäftigen, gibt es in Pettenbach viel Grund für aufkommende Euphorie. Als Tabellenerster kommen die Mannen von Trainer Walter Waldhör mit breiter Brust an die Polsenz, und das zu Recht. Beide Mannschaften zeigten beherzten Einsatz und boten eine äußerst unterhaltsame Partie über 120 Spielminuten. Es war definitiv ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams zeigten schnellen Kombinationsfußball gepaart mit aggresivem Gegenpressing. Vor allem die Gäste versuchten Ihre Stärken im Angriff vollends auszunutzen. Nach 19 Spielminuten ist es allerdings die Heimelf die durch Michael Hofer mit 1:0 in Führung ging. Die Waldhör-Elf ließ sich davon aber nicht beirren und schlug durch Stefan Tiefenthaler per Kopf zurück. Weitere Torchancen hüben wie drüben waren bereits in Hälfte eins nichts für schwache Nerven.

Zweite Spielhälfte - Ein Genuss für jeden Fußballfan

Keine sechs Minuten nach Wiederanpfiff ist es erneut die Heimelf welche jubeln durfte. Martin Peham sorgte für die 2:1 Führung. Die erneute Führung des ASV sorgte für noch mehr Widerstand von den Gästen. Viele Angriffe gingen bei den Pettenbachern über die Flanken. Eine abermals beherzte Laufleistung und einige Torchancen ließen nochmals Spannung aufkommen, vor allem da die Heimelf den Sack nicht zuzumachen wusste. Viele Torraumszenen sorgten für unterhaltsamen Fußball. In Minute 74 ist es ein Freistoß von Vladimir Gligoric der alle in Staunen versetzte. Eine „Granate“ aus 25 Metern schlug höchstpräzise ins untere linke Eck des ASV-Keepers ein. Ein unhaltbarer Schuss der abermals zum Ausgleich führte. Keine acht Minuten später klingelte es allerdings schon wieder. Die Heimelf ging zum dritten in dieser Partie in Führung, Torschütze der eingewechselte Hrvoje Bubalo. Mancher dachte sich nun bestimmt die Entscheidung gesehen zu haben. Doch die Waldhör-Elf schlug zum dritten Mal zurück. Im Strafraumgetümmel bewahrte Qerim Idrizaj den Überblick und schlug das Leder ins Tor. Mit diesem 3:3 ging es dann schlussendlich in die Verlängerung und die Fans konnten die liegengelassenen Nerven einsammeln.

Verlängerung mit Dramatik pur

An Dramatik kaum zu überbieten war schlussendlich die Verlängerung. Ein verschossener Elfmeter von Qerim Idrizaj in der ersten Hälfte der Verlängerung hätte dem Spiel eine Wende geben können. Erstmals hatte die Union Pettenbach die Riesenchance in Führung zu gehen. Es kommt allerdings noch dramatischer. Im Gegenzug versenkte Stephan Dieplinger den Ball ebenfalls per Elfmeter zur 4:3 Führung für die Heimelf ein. Nun schien das Spiel entschieden oder? Nein, ganz im Gegenteil. Vladimir Gligoric setzte im Anschluss mit seinem zweiten Freistoß an diesem Abend beinahe noch einen drauf, doch er traf lediglich die Stange. Es blieb weiterhin spannend.

Youngster Florian Raffelsberger mit dem 4:4

In der 116. Minute wechselte Trainer Walter Waldhör noch einmal aus und bewies ein goldenes Händchen. Youngster Florian Raffelsberger erzielte eine Minute nach seiner Einwechslung mit seinem zweiten Ballkontakt den Ausgleich zum 4:4. Welch ein verrücktes Spiel! Das Tor gehörte aber den bis zum Schluss kämpfenden Alexander Meister, welcher an der rechten Seite zuvor drei Gegenspieler aussteigen ließ. Den dritten bestrafte er noch sehenswert mit einem „Gurkerl“. Der Querpass im Anschluss auf den jungen Raffelsberger war perfekt, dieser brauchte den Ball nur mehr ins Tor zu schieben.

Wer schlussendlich immer noch Nerven bewies, durfte sich zum Elfmeterschießen einfinden. Erst mit dem 5:3 nach Elfmeter war diese Partie dann vorbei, zugunsten von ASV St. Marienkirchen an der Polsenz. Die Mannen von Trainer Walter Waldhör durften dennoch stolz sein auf ihre gezeigten Leistungen. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben um ins Halbfinale zu kommen.“, Trainer Walter Waldhör, Union Pettenbach. Der Baunti Landes Cup ist für die Pettenbacher in dieser Saison somit vorbei.
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