Seebad Mörbisch
Polit-Streit um Schrankenanlage

Badegäste müssen in Mörbisch keine Parkgebühren zahlen
  • Badegäste müssen in Mörbisch keine Parkgebühren zahlen
  • hochgeladen von Sandra Koeune

Sind Sie für eine Schrankenanlage im Mörbischer Seebad?

In Mörbisch gehen gerade die Wogen hoch. Bürgermeister Markus Binder (ÖVP) brachte in der vergangenen Gemeinderatssitzung ein Konzept für die Errichtung einer Schrankenanlage im Seebad ein, dieses wurde von FPÖ und SPÖ abgelehnt. Kurz darauf verlagerte sich die Diskussion auf Facebook. Die FPÖ wirft der ÖVP vor, mittels eines Fake-Profils Stimmung für ihre Agenda zu machen.

MÖRBISCH. In einer Aussendung beklagt sich die ÖVP Mörbisch über das Fehlen einer Schrankenanlage am See. Seit dem Jahr 2010 gibt es in der Seegemeinde keine Schranke mehr und die Badegäste können gratis parken. Bereits 2015, damals unter SPÖ-Bürgermeister Jürgen Marx, sei eine erneute Errichtung versprochen gewesen. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung stimmten sowohl die SPÖ als auch die FPÖ gegen das Konzept von ÖVP-Bürgermeister Markus Binder.

Gemeindekasse entlasten

Ziel der ÖVP ist es, mit den Einnahmen die Gemeindekasse zu entlasten. „Wir wollen erreichen, dass die Kosten für die Sanierung, Instandhaltung und Pflege des Seeareals nicht alleine von den Mörbischern zu tragen sind. Jene Personen, die den Parkplatz mit ihren Fahrzeugen benützen, sollen dafür einen fairen Beitrag leisten", erklärt Binder. Jährlich würde die Gemeinde circa 200.000 Euro zusätzlich an die "Seebad GmbH" zahlen, um den Betrieb am Laufen zu halten und den jährlichen Verlust auszugleichen. Das Parkkonzept der ÖVP sieht vor, dass die ersten drei Stunden gratis wären. Ein Tagesticket würde vier Euro kosten, ein Saisonparkticket ist mit 42 Euro angedacht. Die ÖVP rechnet mit einer Mehreinnahme von rund 88.000 Euro. „Diese finanziellen Mittel würden zum Teil auch für Investitionen im Seebad verwendet werden, um die Attraktivität für unsere Gäste zu steigern", erklärt Binder weiter.

Frage von Kosten-Nutzen

Die Errichtung einer Schranke verursacht aber auch Kosten. Rund 72.000 Euro würde alleine die Beschaffung kosten. Hinzu kommen laut ÖVP jährlich etwa 1.000 Euro Wartungskosten. Diese Kosten-Nutzen-Rechnung stellt SPÖ-Vize Bettina Zentgraf infrage: „Die zugesagten Kosten von 1.000 Euro pro Jahr halte ich für illusorisch" Sie rechnet mit weit höheren Beträgen.

Schlechter Zeitpunkt

Die SPÖ findet den gewählten Zeitpunkt schlecht gewählt. „Wir befinden uns gerade in einer wirtschaftlichen und auch touristischen Krise. Ich bin nicht der Meinung, dass man den Menschen jetzt eine Schranke vor die Nase setzten soll", so Zentgraf, die befürchtet, Badegäste wegen den Mehrkosten für ein Parkticket zu verlieren. Die SPÖ bemängelt ein schlechtes Gesprächsklima. „Uns wurden im Vorfeld keine fundierten Zahlen vorgelegt. Es gab öfters Ideen, diese waren aber nie konkret ausgearbeitet. So eine Entscheidung kann man nicht aus dem Bauch heraus treffen", berichtet Zentgraf weiter. Die Vizebürgermeisterin bemängelt zudem, dass noch keine Einigung mit dem Land Burgenland und den Seefestspielen Mörbisch gefunden wurden.

Diskussion um Fake-Profil

Kurz nach der Gemeinderatssitzung gingen auf Facebook die Wogen hoch. Eine Befürworterin der Schrankenanlage auf Facebook war eine gewisse Anna Hamm aus Jois, auf die sich die FPÖ Mörbisch nun einschießt. Denn: Angeblich handele es sich um ein Fake-Profil. Die FPÖ schreibt: „Blöd nur, dass die Frau auf den Profilbildern eigentlich ein Fotomodel aus Frankreich ist, dessen Bilder sich ein jeder im Internet kaufen kann. Dieser Umstand schreit geradezu nach einem Fake-Profil, hinter dem sich ein politischer Akteur feige versteckt, um Zustimmung für die ÖVP zu schaffen." Das Profil von Anna Hamm ist auf Facebook tatsächlich nicht mehr zu finden.

ÖVP distanziert sich

Die ÖVP distanziert sich von den Vorwürfen: „Ich habe keine Ahnung, wer dieses Profil angelegt hat und wer das sein soll. Ich bin selber nicht auf Facebook und habe erst später von den Vorwürfen erfahren. Wir haben mit dem Profil nichts zu tun", erklärt Binder.

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