Mini Med
Harnwegsinfekte: Bei ersten Anzeichen zum Arzt

Von li.: Moderator Karl Weichinger, Doris Hinum (Sozialabteilung der Stadtgemeinde), Janina Braz (Stadtbücherei) und Gynäkologe und Geburtshelfer Benedikt Neubauer.
  • Von li.: Moderator Karl Weichinger, Doris Hinum (Sozialabteilung der Stadtgemeinde), Janina Braz (Stadtbücherei) und Gynäkologe und Geburtshelfer Benedikt Neubauer.
  • hochgeladen von Elisabeth Glück

Mini-Med-Vortrag in St. Valentin über Harnwegsinfekte und Blasenschwäche.

ST. VALENTIN (eg). Ständiger Harndrang und brennende Schmerzen beim Wasserlassen sind Anzeichen einer Blasenentzündung. Was die Ursachen und warum Frauen häufiger davon betroffen sind, erklärte Benedikt Neubauer, Oberarzt bei den Bamherzigen Brüdern in Linz, beim Mini-Med-Vortrag in der St. Valentiner Stadtbibliothek. „Auslöser einer Harnwegsinfektion sind meist Bakterien. Oft stammen sie aus dem eigenen Darm. Durch den Körperbau der Frau, die Harnröhre ist erstens deutlich kürzer als die des Mannes und die Öffnung der Harnröhre liegt deutlich näher am After als beim Mann, können Bakterien und andere Erreger leichter in die Harnröhre gelangen und schneller zur Harnblase aufsteigen“, erklärt der Gynäkologe. Bei leichteren Beschwerden empfiehlt es sich, trotz Schmerzen beim Wasserlassen sehr viel zu trinken, und zwar drei bis vier Liter am Tag. Durch die erhöhte Harnmenge sollen die Harnwege gespült und bestenfalls die Erreger mitausgeschwemmt werden.

Durch Übungen vorbeugen

„Ich empfehle, schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung einen Arzt aufzusuchen und mit ihm gemeinsam zu entscheiden, welche Art der Behandlung empfehlenswert ist“, sagt Doktor Neubauer. Bei einer akuten Blasenentzündung wird häufig die Einnahme geeigneter Antibiotika über drei bis zehn Tage verordnet. Bei chronischen Entzündungen der Blase kann es erforderlich sein, Medikamente über mehrere Wochen, mitunter sogar Monate, einzunehmen. Bei Blasenschwäche, sie betrifft meist Frauen jeden Alters, empfiehlt der Doktor ein Blasen- und Beckenbodentraining. Viele Frauen leiden nach einer Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes an Blasenschwäche. „Studien haben gezeigt, dass schwangere Frauen, die ihren Beckenboden schon vor und nach der Geburt trainieren, dem unkontrollierten Harnverlust vorbeugen können“, sagt der Gynäkologe und Geburtshelfer Neubauer.


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