17.07.2017, 09:33 Uhr

Ennser Traditionsbäcker Franz Aichberger völlig unerwartet verstorben

Franz Aichberger trug erheblich zum Erfolg der Bäckereien in der Linzer Straße und der Mauthausner Straße bei.

Mit Franz Aichberger verstarb vergangenen Montag ein wichtiger Teil der Ennser Gesellschaft.

ENNS (km). Franz Aichberger erblickte am 14. August 1952 das Licht der Welt. In Enns geboren und aufgewachsen übernahm er bald die Bäckerei seines Vaters. Er führte den Traditionsbetrieb in fünfter Generation fort. "Für ihn war es das schlimmste, wenn das Geschäft nur einen Tag geschlossen war", erinnert sich seine Tochter Kathrin. Sie und ihre Schwester Eva beschreiben ihren Vater als "pflichtbewussten Bäcker aus Leidenschaft".

Wichtiger Teil der Ennser Innenstadt

Als Leiter eines Traditionsbetriebes war Franz Aichberger den Ennsern Wohl bekannt. "Jeder hat ihn gekannt", erinnert sich Tochter Eva. Er war nicht nur Bezirksobermeister der Bäckerinnung im Ruhestand, sondern auch ein wichtiger Teil der Ennser Wirtschaft. Er hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Ennser mit frischem Brot zu versorgen. Und das hatte er geschafft.

Nach Jahrzehnten als Bäcker trat Franz Aichberger 2013 schließlich seinen Ruhestand an. "Er war seit mittlerweile fast vier Jahren in der Pension", erzählt seine Tochter Kathrin. Franz war seinen Töchtern allerdings auch weiterhin eine große Hilfe. "Er ist überall eingespungen, wo Not am Mann war." Deshalb traf man ihn auch in seiner Pension noch öfters in der Backstube an.

"Die Familie ging bei ihm über alles"

"Er war ein lebenslustiger, lebensfroher Mensch. Er hat immer geschaut, dass er alles regelt", erinnern sich Eva und Kathrin. Neben seinem Beruf sei für ihn die Familie das wichtigste gewesen. "Die Familie ging bei ihm über alles." Franz Aichberger genoss daher die seltenen Urlaubstage mit der Familie besonders. In den vergangenen Wochen kostete er speziell die Zeit mit seinen drei Enkelkindern aus. "Seine Enkel waren ihm – besonders in seinen letzten Wochen – extrem wichtig." Einen besonderen Platz in seinem Herzen hatte auch seine Ehefrau Theresia Aichberger. "Mama war für ihn immer wichtig. Seine 'Resi' wollte er immer und überall dabei haben."

Auch seinen Hobbys ging der Unternehmer mit großer Freude nach. "Er war ein leidenschaftlicher Golfspieler." Nicht selten traf man ihn am nahegelegenen Golfclub Stärk in Ansfelden. Eine große Liebe verband ihn auch unzertrennlich mit Kitzbühl. "Er wollte in seiner Pension auch dort mehr Zeit verbingen."

Franz Aichberger verstarb völlig unerwartet am Montag, 10. Juli. Der 64-Jährige hinterlässt seine Gattin, seine drei Töchter und drei Enkelkinder. Mit seinem Geburtsort Enns war Franz bis zu seinem Ende unzertrennlich verbunden.

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