15.03.2017, 16:30 Uhr

Geschichte wird in Enns erlebbar

Die Lorcher Basilika St. Laurenz wird ein wesentlicher Teil der Landesausstellung 2018 sein. (Foto: BRS)

Mit Stadtführer Martin Hoeffle deckt die BezirksRundschau die historische Bedeutung der Gebäude auf.

ENNS (km). 2018 findet die Landesausstellung unter dem Titel "Die Rückkehr der Legion – Römisches Erbe in Oberösterreich" statt. "Enns ist das Herz dieser Landesausstellung", erklärte Bürgermeister Franz Stefan Karlinger im Rahmen eines Informationsabends. Neben Enns sind auch Oberranna (Bezirk Schärding) und Schlögen (Bezirk Eferding) wichtige Teile der Landesausstellung. "Wir haben bereits bei unserer 800-Jahr-Feier bewiesen, dass wir große Veranstaltungen sehr gut meistern können. Wir haben gezeigt, welch gewaltiges Potential in Enns und der Region steckt", sagt Karlinger. So engagiert sich die Ennser Bevölkerung, wie bereits 2012, tatkräftig für diese Großveranstaltung. Mehr als 70 Begleitprojekte wurden bei der zuständigen Stelle beim Land Oberösterreich bisher von Vereinen eingereicht.

Interaktive Kinderstationen bei der Landesausstellung 2018

"Mit der Landesausstellung 2018 machen wir Geschichte in Enns erlebbar und begreifbar", so die designierte Landesrätin Christine Haberlander. "Wir wollen die junge Generation in Oberösterreich für Geschichte begeistern." Um dies zu realisieren, habe man bereits ein Konzept. Mittlerweile sei es nämlich ein Markenzeichen der Landesausstellung in Oberösterreich, dass es Angebote für Kinder, Familien und Schulklassen gibt. Auch in Enns wird dies im nächsten Jahr der Fall sein. Einerseits wird es Schulführungen geben, die für drei verschiedene Altersgruppen konzipiert wurden. Andererseits werden die Ausstellungsräume der Landesausstellung mit interaktiven Kinderstationen ausgestattet werden. Sinn dahinter sei es, den Kindern die Inhalte spielerisch zu vermitteln.

Historisches Enns erklärt

Martin Hoeffle ist seit drei Jahren als Stadtführer in Enns unterwegs. Auch im Museumsverein und im Mittelalterverein "Civium Anasi" engagiert sich der Ennser tatkräftig. Großes Interesse hat er vor allem an der Geschichte der Stadt Enns. "In Enns ist man mit Geschichte aufgewachsen. Wir befinden uns hier auf historischem Boden", erklärt Hoeffle. "Als die Römer weg waren, hat sich das Zentrum des alten Lauriacum auf den Stadthügel verlagert." Als das Legionslager schließlich nicht mehr gebraucht wurde, wurden die Steine von dort in die heutige Innenstadt transportiert und in den Häusern verbaut. So kommt es, dass zahlreiche Gebäude in der Innenstadt in Verbindung mit der Römerzeit stehen, ohne tatsächlich in dieser gebaut worden zu sein. Gemeinsam mit der BezirksRundschau begibt sich Hoeffle in den nächsten Wochen auf die Suche nach diesen Bauten. Regelmäßig wird jeweils ein historisches Gebäude in der Printausgabe vorgestellt. Unter meinbezirk.at/landesausstellung2018 können die Beiträge der Serie jederzeit auch online nachgelesen werden.

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