Asylwerber siedeln ins Hotel Favorita

Rund 200 Flüchtlinge, die zurzeit im Pavillon des ehemaligen Geriatriezentrums Am Wienerwald wohnen, übersiedeln nach Favoriten. Ihr neues Heim ist das Hotel Favorita.

Die aktuelle Entwicklung über das ehemalige Arbeiterheim finden Sie hier.

FAVORITEN. Im ehemaligen Geriatriezentrum Am Wienerwald stehen einige Pavillons leer. Die Flüchtlingsunterkünfte von Obdach Wien in den Pavillons 12 und 17 sind schon geschlossen. Die Pavillons 6 und 10 schließen demnächst. In ihnen sind rund 200 Asylwerber untergebracht.

Ihr Ziel ist das Hotel Favorita in der Laxenburger Straße. Das ehemalige Arbeiterheim hat schon zurzeit der großen Flüchtlingswelle als Unterkunft für Asylwerber gedient. Damals befanden sich rund 200 Menschen im denkmalgeschützten Bau.

Übersiedlung bis Anfang März

Ab Februar soll nun die Übersiedlung der betroffenen Menschen von Hietzing nach Favoriten stattfinden. Vom 4. Februar bis Anfang März werden täglich rund 17 Asylwerber ins ehemalige Hotel einziehen. Insgesamt finden dann 200 Menschen ihre zeitweise Unterkunft in der Nähe vom Columbusplatz. Ebenso sollen 200 Obdachlose hier einziehen.

Betreut werden die Flüchtlinge auch von Mitarbeitern der MA 17, die für Integration zuständig ist. So werden sie etwa über Bildungsinstitute in Wien, Gesundheit, Familienleben und Zusammenleben informiert – muttersprachlich, bis sie die deutsche Sprache beherrschen.

Flüchtlings-Beamter

"Die Bevölkerung wurde bei dieser Entscheidung wieder einmal völlig übergangen", so der Bezirksparteiobmann der FPÖ Favoriten Stefan Berger. Er ist der Ansicht, dass weitere Flüchtlinge dem Bezirk nicht gut tun. Auch sei die Nähe zum Hauptbahnhof und der von ihm dort georteten Szene nicht optimal.

Andererseits gab es in den Unterkünften beim ehemaligen Geratriezentrum Am Wienerwald keinerlei Vorkommnisse. Auch als die Flüchtlinge 2015 im Hotel Favorita untergebracht waren, gab es keinerlei Anzeigen oder Vorkommnisse, weiß die Polizei. So werde auch der Favoritner Flüchtlings-Kontrollbeamte regelmäßig in den Unterkünften vorbeischauen.

"Ein Termin mit Obdach Wien, dem Betreiber, ist bereits avisiert", heißt es von Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ). "Danach wird es auch verlässliche Informationen geben. Grundsätzlich sollte man aber nicht immer den Teufel an die Wand malen: Die Unterkunft wurde bereits für Familien in Not genutzt und das lief – laut Polizei – ohne einen einzigen Zwischenfall ab."

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