Gemeinsam lernen im Favoritner Grätzel

Die neue Mittelschule in der Quellenstraße: "Hier wäre es optimal für ein Bildungsgrätzel", so Christine Hahn von den Neos.
  • Die neue Mittelschule in der Quellenstraße: "Hier wäre es optimal für ein Bildungsgrätzel", so Christine Hahn von den Neos.
  • hochgeladen von Karl Pufler

FAVORITEN. Volksschulen, Kindergärten und Neue Mittelschulen, die nahe beieinanderliegen, sollen mehr als bisher zusammenarbeiten. So lautet kurzgefasst die Idee der "Bildungsgrätzel", die Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorsky einführt. Das Pilotprojekt startete die Brigittenau.

Nun möchte Neos-Bezirksrätin Christine Hahn nachziehen. Auslöser ist der Bau der Neuen Mittelschule in der Quellenstraße 144. "Nebenan ist gleich eine Volksschule", so Hahn. Da wäre es doch naheliegend, dass sich die Bildungsinstitute miteinander kurzschließen.

Darüber hinaus könnte man auch die gegenüberliegende Pfarre Königin des Friedens miteinbeziehen, sagt die Bezirkspolitikerin. So könnten Freizeitgruppen der Kirchen etwa bei Bedarf Turnsäle nutzen und Bibliotheken gemeinsam betrieben werden. Auch Musiker könnten sich zu einem großen Grätzelorchester zusammenschließen.

Wenn man die weiteren Schulen bis hinauf zum Wasserturm miteinbezieht, dann könnte das ganze Triesterviertel zu einem Bildungsgrätzel werden, spinnt Hahn die Idee weiter. Auch das Phoenix-Gymnasium und die Volksschule Knöllgasse könnten ihr Wissen und Können mit einbringen, so die Bezirksrätin. Dabei solle die Politik nur den Anstoß geben und die Beteiligten dann über alle Grenzen hinweg miteinander reden.

Schulen öffnen

"Die Schulen sollten immer mehr geöffnet werden", sieht die Bezirkspolitikerin die weitere Entwicklung.

Die ehemalige Lehrerin weiß, wovon sie spricht, und wünscht sich, dass auch Eltern in die Entwicklung des Bildungsgrätzels miteinbezogen werden: "Lasst die Menschen gemeinsam an dem Projekt arbeiten", so Hahn.

Franz Marcus von der SPÖ #+Favoriten befürwortet die Idee eines Bildungsgrätzels im Bezirk. Ob allerdings das Triesterviertel für das Projekt geeignet sei, bezweifelt er. Schließlich wären die Wege doch recht weit. Die Hansson-Siedlung erscheint ihm als sinnvollere Variante. Er sieht idealere Bedingungen für eine Zusammenarbeit, wenn kleinere Einheiten miteinander kommunizieren – und die räumliche Nähe besser gegeben ist.

Der Bezirk hat eine Anfrage an Stadtrat Czernohorsky gestellt: Es soll unter anderem geklärt werden, ob es schon Überlegungen für ein Bildungsgrätzel in Favoriten gibt, welche Schulen daran teilnehmen und wer aller eingebunden wird. Die bz wird weiter darüber berichten.

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