Favoriten
Neugestalteter Eingang des Bezirksmuseums offiziell eröffnet
- von links: die Designerin der Tür Cati Krüger, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Gerhard Blöschl (SPÖ), Leiterin des Bezirksmuseums Eva Fischer und Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ).
- Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Das Bezirksmuseum in Favoriten kann sich über einen neuen Eingang freuen. Rund um die Tür – gelegen im Eingangsbereich des Hauses der Begegnung – erblickt man nun Ankerbrot, Ziegelsteine und Karl Baron. Bei der Eröffnung vor Ort waren unter anderem Kuratorinnen, Museumsmitarbeitende und Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ).
WIEN/FAVORITEN. Hinter der Tür des Favoritner Bezirksmuseums verbergen sich zahlreiche Schätze, die an verschiedene Etappen des 10. Bezirks erinnern. Bücher, Fotos, Texte und unter anderem der Propeller eines Kriegsflugzeugs, das 1944 über Favoriten abgestürzt ist. Doch im Inneren des Bezirksmuseums kann es noch so schön und spannend sein – wenn man den Eingang nicht spannend findet, wird man die Wissenskammer wohl nicht aufsuchen. Dagegen wurde jetzt etwas getan.
Seit einigen Tagen schmückt ein neuer Eingangsbereich das im Haus der Begegnung gelegene Bezirksmuseum. Am Montag, 3. November, wurde sie feierlich ein erstes Mal eröffnet – dabei waren unter anderem Bezirksvorsteher Marcus Franz und Bezirksvize Gerhard Blöschl (beide SPÖ), die Leiterin des Bezirksmuseums Eva Fischer, die Leiterin der Stabstelle Bezirksmuseen des Wien Museums und die Designerin der Wand, Cati Krüger.
Wienerberger Zieglereien und Baron Karl
Auf der Wand im Eingangsbereich des Hauses findet man Dinge abgebildet, die den Bezirk ausmachen – darunter Ankerbrot, ein Wienerberger Ziegelstein und ganz prominent: Karl Baron. Der Mann, der um das 19. Jahrhundert gelebt hat, ist im Bezirk tief verankert. Unter anderem verwandt mit Amalie Pölzer – der Namensgeberin des Amalienbads – verbrachte er einen Großteil seines Lebens in Favoriten. Karl Baron war gelernter Tischler.
- Ankerbrot, Ziegelsteine und direkt auf der Tür: Baron Karl.
- Foto: Nathanael Peterlini/MeinBezirk
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Nachdem er aber wegen einer Verletzung in Ohnmacht gefallen war, wollte er nicht mehr arbeiten, sondern sich ganz der Musik widmen. Im Bezirksmuseum erinnert man sich, er sei ein intelligenter Mann, als Straßenmusik im Bezirk bekannt und beliebt gewesen. Schließlich wurde der Person ein "Spitzname" gegeben: Man verdrehte seinen Namen und nannte ihn fortan Baron Karl. Nun blickt Baron Karl Besuchende des Bezirksmuseums herausfordernd von der Tür aus an. "Hin und wieder erschrecke ich fast vor der lebensgroßen Figur auf der Tür", erklärt Eva Fischer scherzhaft.
Wie der Bezirksvorsteher erklärt, ist das Museum ein wichtiger Ort für Favoriten: "Hier kann man über Favoriten lernen, aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart sind wichtige Reliquien aufbewahrt. Ich freue mich immer, hier zu sein, um Neues über den Bezirk zu lernen." Er hoffe, dass mit neuer Tür noch mehr Leute die Einladung annehmen, sich mit der Geschichte Favoritens bekannt zu machen. Die Bildungsstätte befindet sich in der Ada-Christen-Gasse 2B und hat jeden Donnerstag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Mehr Infos www.bezirksmuseum.at/favoriten.
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