10.06.2017, 00:00 Uhr

Rotlicht für die Fußgänger

In einem Zug über die Fahrbahn ohne Rotlicht zu sehen: Das sei beim Übergang Fröhlich-Sandner-Straße kaum möglich, so Walter Papst.

Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße: Nur zehn Sekunden für die Querung von vier Spuren. Anrainer und Touristen sind über die Ampelphase hinter dem Hauptbahnhof Wien verärgert.

FAVORITEN. Der Hauptbahnhof wird immer belebter. Das Sonnwendviertel und der Helmut-Zilk-Park locken immer mehr Menschen nach Favoriten. Und das Quartier Belvedere Central wird schon bald bezogen.

Anrainer Walter Papst hat eine Problemstelle gefunden: Die Fußgängerampel bei der Getrude-Fröhlich-Sandner-Straße zur Canettistraße. Wer vom Bahnhof zum Museum 21er Haus will, muss diese Kreuzung überqueren. Den Fußgängern werde dabei eine Zeit von maximal zehn Sekunden gegeben, so Papst.

"In dem Zeitrahmen kann man aber nicht die vier Fahrspuren überqueren, sondern muss in der Mitte stehen bleiben. Und der Fahrbahnteiler vermittelt kein Sicherheitsgefühl", so Papst.

Benutzt wird dieser Übergang nicht nur von Anrainern. Auch Touristen nutzen ihn vermehrt: Mit dem Belvedere, Schweizergarten oder 21er Haus gibt es Sehenswürdigkeiten, die in wenigen Gehminuten von den Bahnstationen aus erreichbar sind.

Straße wird umgebaut

Papst setzt seine Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation in den Straßenumbau, der nach der Fertigstellung des Signa-Hochhauses "The Icon" erfolgen soll. Dann wird eine Nebenfahrbahn errichtet, in der die Buslinie 69A fahren wird. Genau vor dem Zebrastreifen wird sich nach Fertigstellung die Bushaltestelle befinden.

17 Sekunden zum Räumen

Der Ombudsmann der zuständigen Magistratsabteilung 33 – Wien Leuchtet hat aber wenig Hoffnung auf eine Änderung der Situation: "Die Zeit von einer Grünphase zur nächsten wurde auf 60 Sekunden festgelegt, um die Wartezeiten speziell für die Fußgänger gering zu halten." Dadurch gäbe es kaum einen Spielraum für eine Änderung.

So wurde die Grünphase auf zehn Sekunden begrenzt. In den nächsten 17 Sekunden leuchtet zwar das Rotlicht, die Fußgänger könnten aber in dieser Zeit in aller Ruhe bis zum Fahrbahnteiler oder der anderen Straßenseite gehen. Erst nach den 27 Sekunden bekommen die Autofahrer Grünlicht.

Was sagen Sie zu dem Problem der kurzen Grünphase für Fußgänger beim Hauptbahnhof? Kennen Sie ähnliche Probleme in Ihrem Grätzel? Mailen Sie Ihre Meinung, posten unter dem Artikel oder schreiben Sie an die bz – Redaktion Favoriten, Weyringergasse 35/3, 1040 Wien.
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.